900 Jahre Keldung: Großes Fest


Jubiläumsfest am 19. September

Festgottesdienst, Jubiläumsempfang im Festzelt vor der Kirche, Ausstellung alter landwirtschaftlicher Geräte, Kinderland, Bauern- und Handwerkermarkt, großer Festumzug – Münstermaifeld-Keldung hat viel vor. Man wird eben nur einmal 900 Jahre alt. „Wir gehen davon aus, dass wir feiern können“, gibt sich Festausschussvorsitzender Walter Meurer zuversichtlich. Die Musikvereine sind bestellt, ein Caterer ausgewählt, Marktstandbetreiber werden angeschrieben, Genehmigungen beantragt… zu 80 Prozent steht das von einem Festkomitee u. a. mit Vertretern aller örtlichen Vereine (Freiwillige Feuerwehr, Schützen, Möhnen, Dorfgemeinschaft, Spielmannszug Wierschem-Keldung) und interessierten BürgerInnen aufgestellte Programm schon. Immerhin wird es das größte Fest werden, das der Ort je gefeiert hat. Viele Tausend BesucherInnen sind zu erwarten, logistisch müssen die rund 250 EinwohnerInnen da einiges stemmen, aber auch aus Nachbargemeinden gibt es Unterstützung.

1121 als „Cheledin“ erstmals erwähnt

Darüber freut sich „Cheledin“, wie Keldung bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung anno 1121 hieß, ganz besonders. Bei dem Tausch eines Grundstücks des Kardener Stiftsbundes wurde ein Gut zu Cheledin erstmals schriftlich erwähnt. Seitdem hat sich viel getan. Nach der Säkularisation wurden die Besitztümer verteilt, die bis dahin wie fast überall bis Ende der Feudalzeit meist im Besitz von Kirche, Klöstern oder Adel waren. Seit 1946 gehört die am Rande des Maifelds gelegene Gemeinde, die vormals Teil der preußischen Rheinprovinz war, zu Rheinland-Pfalz. 1963 bekam das Selbstversorgerdorf ein eigenes Wappen, 1976 wurde es in die Stadt Münstermaifeld eingemeindet.