Hochwasser: Eigene Vorsorge zum Schutz des Eigentums


Starkregenereignisse werden immer häufiger, das zeigt schon die Statistik der Freiwilligen Feuerwehr Maifeld, die meist als erste gerufen wird. Während sie in den Jahren bis einschließlich 2015 im Durchschnitt neunmal in Sachen Wassereinbrüche ausrückte, gab es 2016 ein Katastrophenjahr mit 53 (!) Hochwasser-Einsätzen. 2017 waren es 12, 2018 dann 15. Trend also steigend. Deshalb ist Vorsorge angesagt. Die Verbandsgemeinde Maifeld hat 2018 zwei Hochwasseranhänger angeschafft, die sich schon 2019 bewährten, als es galt, vielen Betroffenen auf einen Schlag viel Hilfe zu geben. Besonders die Schmutzwasserpumpen, die auch Schlamm und Kiesel aufsaugen, leisteten ganze Arbeit. Außerdem lagern in Münstermaifeld 6000 Sandsäcke, um Schutzwälle zu bauen, wenn beispielsweise das Wasser unserer sonst friedlichen Bäche in die Ortschaften laufen will.

Sind Sie potentiell gefährdet?


Aber auch eigene Vorsorge zum Schutz des Eigentums wird dringend empfohlen. Jeder sollte selbst prüfen, ob er potentiell gefährdet ist und sich ggf. gezielt schützen. Z. B. durch bauliche Vorkehrungen, die das Wasser fernzuhalten. Ganz wichtig ist der Einbau einer ohnehin verlangten Rückstauklappe, die verhindert, dass sich Kanalwasser über die Abläufe in den Keller drückt. Darüber hinaus kann jeder Einzelne seinen Beitrag dazu leisten, den Kanal zu entlasten, indem er anfallendes Wasser dort bewirtschaftet, wo es entsteht. Das heißt, Dachwasser gar nicht erst in das unterirdische Abflusssystem, sondern in die eigene Zisterne einleiten oder es im Garten versickern lassen, was gleichzeitig auch der zunehmenden Austrocknung der Böden entgegenwirkt. Wer sich entsprechend beraten lassen möchte, meldet sich unter der Telefonnummer 02654 9402-335 oder per Email: hochwasser@maifeld.de