Trinkwasserreserven schwinden: Regendieb speichert Wasser im Garten


Der Klimawandel ist im Garten angekommen. Auch im dritten Dürresommer in Folge herrschten hohe Temperaturen, Sonneneinstrahlung sowie Wassermangel vor. Von regionalen Starkniederschlägen abgesehen blieb der dringend notwendige Regen über Wochen und Monate aus. Von einer (ohnehin teuren) Bewässerung mit Leitungswasser sollten die Gärtner absehen, weil die Trinkwasserreserven schwinden. Eine ausreichende Grundwasserneubildung ist nicht mehr gewährleistet und regionale Niederschläge können das Defizit nicht ausgleichen.  

Böden sind in unteren Schichten völlig ausgetrocknet

Wer von den Dachflächen kostenloses Regenwasser sammelt, bekommt jährlich zwischen ca. 500 bis 1000 Liter pro Quadratmeter zusammen und sorgt im Gartenboden für einen natürlichen und vor allem kostenlosen Wasserspeicher. Die Regenwassersammler (für 25 bis 60 Euro im Baumarkt erhältlich) werden einfach in die Fallrohre eingebaut und mit einem zur Größe des Grundstücks passenden Schlauch versehen. Das Schlauchende platziert man wechselnd an verschiedenen Stellen im Garten auf dem Boden. Vor einer Vernässung oder Versumpfung des Bodens braucht man derzeit keine Angst zu haben. Viele Böden sind bis in mehrere Meter Tiefe so ausgetrocknet, dass sie genug Kapazitäten für wochenlange Regenfälle haben. Durch den Schlauch kann man den Ort der Versickerung im Garten bestimmen, z. B. an der Hecke, auf dem Rasen. Die Regendiebe lassen sich leicht und flexibel einstellen: Sind die Böden ausreichend mit Wasser gefüllt, kann man sie blockieren bzw. verschließen, dann läuft das Regenwasser wie gewohnt in die Kanalisation.

Infos unter 01805-053202 oder www.gartenakademie.rlp.de