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Klimawandelanpassung: Mehr Grün soll Mensch und Tier helfen
Paradies für Insekten und Kleintiere
Vor nahezu 20 Jahren entstand in Welling ein Lärmschutzwall am Ferd-Weiler-Weg. Der 90 Meter lange und elf Meter breite Streifen entlang des Fuß- und Radweges am Ortseingang wurde stets kurz gemäht, hatte aber kaum ökologische Bedeutung. Jetzt soll sich das gut 1000 Quadratmeter große Areal in ein Paradies für Insekten und Kleintiere verwandeln. Sechs neu gepflanzte Sommer-, Silber- und Winterlinden werden Menschen und Tieren Schatten spenden und Insekten Nahrung geben. Dazu kommen zahlreiche wildbienenfreundliche Sträucher, Gräser, Stauden und Blumenzwiebeln. Als zweites Projekt wurden auf öffentlichen Grünflächen nahe Dorfplatz, Kita, Nettetalhalle, Bolzplatz, Friedhof und in Wohnstraßen insgesamt 25 einheimische, klimaresistente Bäume in die Erde gebracht. An sommerlichen Hitzetagen werden sie Schatten spenden, die Umgebungsluft kühlen und damit für ein angenehmeres Klima sorgen. Neun davon stehen an Straßen und werden die geschotterten oder verkrauteten Baumscheiben aufwerten. „Nur durch eine 100-Prozent-Förderung war dieses Projekt überhaupt erst möglich,“ betont Ortsbürgermeister Marcus Welling.
Grünoase statt Geröllfläche – Klimaresistente Bäume
Die Stadt Münstermaifeld macht eine unterhalb des Friedhofs gelegene und ursprünglich zur Erweiterung des Gräberfelds angedachte Geröllfläche zur Grünoase. Hier wurde in der Vergangenheit oft einfach Erde abgekippt und es entstand ein Wildwuchs. Jetzt sollen eine Blühwiese Insekten beherbergen und Kirschbäume Schatten wie Snacks für Spaziergänger bieten. „Direkt dahinter liegt die Straße Auf dem Kirschgarten, weil es hier wohl einmal Kirschbaumplantagen gab“, berichtet Stadtbürgermeister Erich Krämer. „Als Erinnerung daran haben wir uns für Kirschbäume entschieden.“ In einem weiteren Schritt wird das verwilderte kleine Wäldchen gegenüber dem alten Bahnhof aufgeputzt. Bäume, die den Klimawandel nicht verkraftetet haben und abgestorben oder abgeknickt sind, werden beseitigt. Ersatz bieten neue, klimaresistente Bäume und Büsche.
