Machbarkeitsstudie: Eigenstrom hilft Klima und Geldbeutel


Zehn kommunale Bauen geprüft

104 kommunale Liegenschaften gibt es in den Maifelder Städten und Ortsgemeinden,  von Schulen und Kindergärten bis hin zu Feuerwehrhäusern und Leichenhallen. Im Rahmen des Klimaschutzteilkonzeptes wurden alle Bauten in einer Datenbank erfasst und für 45 von ihnen eine Grobanalyse durchgeführt. Für die Machbarkeitsstudie wählten die Fachleute des Planungsbüros aus den 45 Gebäuden wiederum zehn zur Feinanalyse aus: das Gemeindehaus Gappenach, die Stadthalle Münstermaifeld, die Kulturhalle Ochtendung, den Kindergarten "Löwenzahn", Jugendtreff und Gemeindehaus Pillig, das Stadthaus Polch, die Grundschulen Lonnig, Mertloch, Ochtendung und  Welling sowie das Rathaus der Verbandsgemeinde in Polch.

Alle Anlagen versprechen Gewinn

Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zeigte sich teils erhebliches Potential. So wären bei der Kulturhalle Ochtendung die 36.500 Euro Investitionskosten für eine PV-Anlage schon nach gut elf Jahren refinanziert. Bei einer angenommenen Laufzeit von 20 Jahren würde sie zusätzlich noch 31.400 Euro einbringen, für dieses Geld müsste kein Strom gekauft werden. Ähnlich vielversprechend ist das Rathaus in Polch. 40.200 Euro würde die Anlage auf dem Dach der Verbandsgemeindeverwaltung kosten, nach 11,6 Jahren wäre das Geld wieder eingenommen, nach 20 Jahren gäbe es Gewinn, einen sogenannten kumulierten Cashflow, von gut 33.000 Euro. Die geringsten Einnahmen bringt PV auf dem Gemeindehaus Gappenach, wo ein Batteriespeicher für die Straßenbeleuchtung mitberechnet wurde. Nach 19,2 Jahren hätten sich die 18.900 Euro Kosten bezahlt gemacht. Mit bescheidenen Mehreinnahmen von knapp 1.500 Euro in 20 Jahren wäre sie aber immer noch rentabel, zumal die Anlagen deutlich länger halten und der Überschuss damit entsprechend höher ausfällt.

Machbarkeitsstudie wird fortgesetzt

Weil Photovoltaik auch bei vielen anderen öffentlichen Bauten infrage kommt, setzt der Maifelder Klimaschutzmanager Arno Reichelt die Machbarkeitsstudie jetzt nach und nach in Eigenregie fort. Sein Fazit: „Photovoltaik rechnet sich fast immer bei hohem Eigenverbrauch der Solarenergie und mit dem Ausbau der Eigenstromversorgung tragen wir langfristig zum Klimaschutz bei. Deshalb wollen wir auch BürgerInnen anregen über erneuerbare Energien nachzudenken, sodass die Technologien langfristig den Weg in jeden Haushalt finden.“

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zu Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zur konkreten Hilfestellung und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Bericht PV-Analyse VG Maifeld

Anhang PV-Analyse VG Maifeld (Teil 1)

Anhang PV-Analyse VG Maifeld (Teil 2)

weiterführendes PV-Projekt

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