Vorsorge schützt vor Überflutung: Bachufer müssen frei bleiben


Starkregenereignisse sind keine Seltenheit mehr. Immer wieder kommt es zu extremen Regenfällen mit überbordenden Wassermassen. Umso wichtiger ist die Vorsorge. Heckenpflanzungen an den Hängen und so genannte Querrinnen auf den Wegen verhindern, dass die Fluten ungebremst in die Ortslagen schießen. Die vielerorts schon umgesetzte Bachrenaturierung entschleunigt durch unregelmäßige Bachbetten die Fließgeschwindigkeit in den Gewässern. Der 10 Meter breite Randstreifen, der laut rheinland-pfälzischer Verordnung frei zu halten ist, gibt Raum, auch wenn die Bäche ansteigen, denn was in Ufernähe gelagert wird, gelangt bei Hochwasser zwangsläufig ins Gewässer und sorgt für Stauungen. Da bleiben auch direkt am Ufer gebaute Gartenhäuschen nicht unbeschadet und präzise aufgeschichtete Holzscheite landen irgendwo in den Fluten.

Umweltdelikte sind Straftaten

Sogar als Müllhalde werden die Ufer genutzt. Statt Bauschutt kostenlos zur Deponie zu bringen, wird er an die Bäche gekippt. Statt Sperrmüll auf den Eiterköpfen abzugeben, entsorgen ihn gedankenlose Zeitgenossen in der Natur. Die Folgen tragen die Anwohner als Leidtragende der Überschwemmungen ebenso wie die Allgemeinheit, die die teure Müllbeseitigung zahlen muss. Dabei handelt es sich um richtige Straftaten im Bereich der Umweltdelikte, die mit hohen Strafen belegt sind.

Jeder Einzelne kann vorsorgen und mithelfen

Das nächste Starkregenereignis kommt bestimmt und oft entscheidet die Summe von Kleinigkeiten darüber, ob es folgenlos bleibt. Dabei kann jeder Einzelne in seinem Bereich mithelfen, indem er möglichst wenig Flächen befestigt, Regenwasser in Zisternen sammelt und/oder unschädlich für Dritte in seinen Garten leitet und an seinem Haus natürlich die ohnehin vorgeschriebene Rückstausicherung einbauen.

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