Über die schulter geschaut

Kichererbse

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    „Das war von Anfang an klar für mich, dass ich etwas mit meinen Händen arbeiten will“, erklärt der Koch, der erstmal den Bäckerberuf erlernt hatte. „Aber als Bäcker hast du viele Stunden zu arbeiten und es ist oft dasselbe, das du tust: Brot und Brötchen backen, so war es damals. Ich hab‘ die Abwechslung gesucht und die habe ich beim Kochen gefunden. Also habe ich es ordentlich gelernt“, lacht Jörg Mehlem.

    Und heute noch liebt er an seinem Job am meisten, dass es immer wieder was anderes zu tun gibt. Als Chef bespricht er Feiern, plant Buffets, trifft immer wieder neue Leute, überlegt neue Rezepte und probiert sie aus. „Das Geschäft hat sich in den letzten 10 bis15 Jahren stark gewandelt. Heute ist es nicht mit einem Buffet getan, es soll immer mal was Neues sein. Wir machen viel Fingerfood und Kleinigkeiten in Gläsern, die gut ankommen. Das war grade in der Corona-Zeit auch gefragt“.


    Die letzten Monate haben deutlich gemacht, dass die Kichererbse mitsamt seinem Team kreativ unterwegs ist. Denn während der Pandemie, in der es keinerlei Veranstaltungen gab, hat er nicht die Füße hochgelegt. Zuerst bot er einen Mittagstisch mit leckeren Angeboten an und dann war die Burgerbude eine Erfolgsstory, an der seine Mitarbeiter und auch seine Tochter beteiligt waren. Ausgefallene Burgerideen mit frischen Zutaten, das kam toll an.


    „Aber auch im Catering-Geschäft muss man kreativ sein, zum Beispiel ein veganes Buffet bietet tolle Möglichkeiten, Hummus, Couscous, Gemüse in vielen Varianten“. Und so weht einem in der Küche auch gerne ein Hauch von Orient um die Nase. Aber klassisch geht’s auch: „Mein Lieblingsgericht?? Ganz klar, Kirmesessen“, gesteht Jörg Mehlem, „Tafelspitz, selbstgemachte Remouladensauce, rote Beete: Lecker!“ Er ist und bleibt einfach ein Maifelder, ist hier aufgewachsen und liebt es hier zu leben. Ländlich, in der Nähe des Nettetals, in das er, wenn er mal Zeit hat gerne einen Abstecher macht und natürlich mit den netten Maifeldern: „es ist so schön, wenn man hier Leute auf der Straße trifft und einfach bisschen schwätzen kann und dann auch noch auf Platt – das ist für mich Heimat!“