Über die Schulter geschaut

Martin Wolff

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    „Und dazu 350 bis 400 Einsätze jährlich auf dem Maifeld, da ist vom Ast auf der Straße über Verkehrsunfälle bis zum Wohnungsbrand alles dabei“, erklärt er. „Bei größeren Einsätzen ist es wichtig, Ruhe und den Überblick zu behalten. Hierbei werde ich vom Führungsdienst, der sich aus Führungskräften aus den einzelnen Maifelder Wehren zusammensetzt tatkräftig unterstützt. Hier findet auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit statt, das ist für uns wichtiger denn je.“

    Denn – wie in vielen Bereichen – der Nachwuchs fehlt: „Wir haben zwar einige, die in den Kinder- und Jugendfeuerwehren mitmachen, aber oft wird’s dann schwierig, wenn die Schule beendet ist und die jungen Leute zum Arbeiten oder Studieren wegziehen“, berichtet der leidenschaftliche Ehrenamtler.
    Auf dem Maifeld gibt es einige Jugendfeuerwehren und auch zwei Kinderwehren. „Und das ist für die Kinder einfach spannend, sie erfahren wie wichtig Teamgeist ist, unternehmen viel zusammen, lernen aber natürlich auch schon, wie man sich in einem Notfall verhält.“

    Vom technischen Beamten, der für die NATO tätig war, ist Martin Wolff nun als Ausbilder in der Feuerwehrschule des Landes Rheinland-Pfalz in Koblenz für die Führungskräfte der Feuerwehren zuständig. Auch er hat bei der Jugendfeuerwehr angefangen: „Wir sind damals mit der ganzen Clique zur Jugendfeuerwehr hier in Polch und es war genau das Richtige zum richtigen Zeitpunkt. Es hat mein Leben in eine gute Richtung gelenkt und ich habe sehr viel gelernt“.


    Und später hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. „Einerseits ist das toll, andererseits gehen viele Stunden abends oder am Wochenende drauf, die ich nicht mit meiner Familie verbringen kann“, bedauert der Vater. Der Spagat zwischen Familie, Beruf und diesem verantwortungsvollen Ehrenamt erfordert eine hohe Belastbarkeit. Ständige Fortbildungen, dazu stetig Ansprechpartner sein und sich auch mal bis spät in die Nacht den Kopf zerbrechen, gehört dazu. „Aber das ist es mir auch wert, die Feuerwehr leistet sinnvolle Arbeit für die Gemeinschaft und hier findet sich ein Querschnitt durch die Gesellschaft, der bei einem Einsatz einfach zusammen funktioniert. Dann sind alle gleich und jeder packt mit an. Dazu gehören genauso handwerklich Begabte, wie technisch Interessierte und Frauen gibt’s auch noch zu wenig“, lacht der Maifelder. „Denn wo Frauen dabei sind, herrscht erstaunlicherweise oft mehr Ruhe und „für manche Sachen haben sie einfach ein Händchen.


    Nach einigen Jahren in Plaidt ist der gebürtige Polcher nun wieder aufs Maifeld nach Rüber gezogen. „Ich fühle mich wohl hier, ich mag die Landschaft, die Leute, es ist meine Heimat. Und typisch Maifeld? – Wenn ich bei meiner Mutter in Polch aus dem Auto steige und eine Mischung aus Keksduft und Landluft rieche“, grinst er. Und uns beruhigt es, Martin Wolff und seine Kollegen hier zu wissen, so kann man auf dem Maifeld doch etwas beruhigter schlafen, wenn man weiß, dass die Feuerwehr in kompetenten Händen liegt. Danke Ehrenamt! Und gesucht wird immer: Männer und Frauen, die auf dem Maifeld verankert sind und Lust haben, sich in diesem starken Team einzubringen. Und wenn man ein paar Jahre jünger ist, ab zur Bambini-Feuerwehr! Denn für den Satz: „Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann“, können auf dem Maifeld schon früher die Weichen gestellt werden!

    Mehr Infos und aktuelles zur VG Feuerwehr unter www.maifeld.de und

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