über die schulter geschaut

Nico Gödert

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    „Ja“, lacht er, „ich wollte zum Zoll oder was mit Medizin machen, die Medizin hat gewonnen („Ein Glück“ denken wir). Das fing dann beim DRK an, hier machte ich beispielsweise Sanitätsdienst auf Festen.“ Und auch jetzt ist das DRK aktiv (leider ohne Feste): In den kommunalen Testzentren in Polch und Ochtendung leistet es wertvolle Arbeit zum Wohl der Maifelder Bevölkerung. Danke Ehrenamt!

    „Bei der Ausbildung zum Rettungs- bzw. Notfallsanitäter lernt man dann sehr schnell, wie das Berufsleben aussieht, da man sofort als sogenannter dritter Mann mitfährt. Außerdem gibt es einen praktischen klinischen Teil in Krankenhäusern, wo man wirklich viel lernt“, berichtet er. Und so ist er heute beim Deutschen Roten Kreuz in der Rettungswache in Koblenz und wenn der Piepser geht, bleiben 60 Sekunden um den Rettungswagen startklar zu machen. Moderner Technik sei Dank gibt es alle nötigen Informationen zum Einsatzort und zum Patienten in digitaler Form direkt im Fahrzeug. „Es ist faszinierend für mich, wir sind dann hochkonzentriert am Einsatzort, haben unsere Abläufe und helfen. Und das ist das Tolle, wenn man einen Einsatz mit positivem Ergebnis beenden kann. Manchmal bekommt man auch noch mal eine Rückmeldung von jemandem, der betroffen war und sich bedankt. Das freut uns natürlich besonders!“ berichtet der leidenschaftliche Sanitäter.


    Dazu passt natürlich, dass er einer der First Responder in seinem Heimatort Polch ist und vielleicht um die Ecke kommt, wenn eine Notlage eintritt. Und zack, da meldet sich schon sein Handy und kündigt einen Einsatz an: Ein Arbeitsunfall – zu dem sich zwei Kollegen zurückmelden, die den Einsatz übernehmen. „Ja, das kommt schon drei- viermal am Tag vor. Das ist nicht ungewöhnlich. Es sind aber auch nicht immer ganz dramatische Dinge. Oft können wir helfen, manchmal aber auch psychologisch betreuen, bis der Rettungsdienst eintrifft.“

    Nico Gödert geht nicht einfach seinem Beruf und einem Ehrenamt nach. Er lebt diesen Beruf, ist mit Leidenschaft dabei, versucht immer eine Lösung zu finden und praktisch zu denken. Dabei hilft ihm wahrscheinlich die ein oder andere Auszeit, beispielsweise auf dem Rad oder auch mit dem Hund auf dem Traumpfädchen Paradiesweg in seinem Heimatort. „Typisch Maifeld? Das ist für mich der Raps! Grade wieder herrlich zu sehen“, grinst der gut vernetzte Maifelder.

    Als Ehrenamtler durch und durch ist er natürlich auch gegen die Pandemie im Einsatz: Beim Landes-Impfzentrum in Polch. Er hilft im Apothekenbereich beim Herstellen der fertigen Impfdosis oder gibt den Pieks, der im Moment für viele Menschen das wahre Glück bedeutet. Er war einer der ersten der geimpft wurde und war so froh darüber! In der Maifeldhalle in Polch zeigt der Ur-Polcher sein Einsatzgebiet. Wenn man erstmals das Impfzentrum betritt, ist man fasziniert und auch ein wenig ergriffen; insbesondere wenn einem der Innenbereich der Halle vorher bekannt war. Generalstabsmäßig wurde hier organisiert, abgesperrt, beschildert und mit Personal besetzt. Man wird freundlich begrüßt; verlaufen kann man sich hier nicht. Zum einen hat das natürlich Sicherheitsaspekte, zum anderen fühlt man sich gut aufgehoben und wird mit Einbahnstraßenregelung zur Anmeldung, zum Aufklärungsgespräch, zur eigentlichen Impfung und in den Wartebereich geschleust. Ärmel hoch! Hier wird geimpft was das Zeug hält! „Es ist für mich besonders, dass ich ein Teil davon sein darf! Die Organisation hier, die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche läuft Hand in Hand! Und die Leute sind so froh, wenn Sie geimpft werden. Eine solche Erfahrung ist wahrscheinlich (wir hoffen doch!!) einmalig!“ Und dann ist der Impfengel auch wieder im Einsatz! „Alles Gute und bleib gesund!“