Stephan Maria Glöckner

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    Eine positive Einstellung zum Leben kann man ihm sicher nachsagen. Der Künstler engagiert sich seit vielen Jahren in verschiedenen sozialen Bereichen und auch in seiner Kunst – sowohl auf Papier als auch gesungen – legt er Wert darauf, seine Werte mitzuteilen.


    Bereits in der Grundschule merkte er, dass ihm Papier und Pinsel oder das Spielen von Instrumenten besser liegen als das Kicken auf dem Bolzplatz. So war der Weg zumindest im Groben vorgezeichnet. 1984 beginnt er nach Abitur und Wehrdienst sein Grafik-Design-Studium. Glücklicherweise haben seine Eltern ihm keine Steine in den Weg gelegt, als er seine künstlerische Laufbahn startete. Während des Studiums – „wer weiß ob die Gelegenheit noch mal so günstig ist“ - bereiste er für ein halbes Jahr Brasilien und entdeckte seine Leidenschaft für das Land, die bis heute anhält. Das kann man vor allem hören, wenn man seiner New-Latin-Band menino lauscht, die Stephan Maria1994 mitgründete. Die meisten Titel sind portugiesisch und der Rhythmus kann seinen Ursprung nicht verleugnen. Musikalisch findet man bei Stephan Maria aber noch ganz andere Sachen. So gewann der zweifache Vater auch Preise für seine Kinderlieder. „Ja, Anfang der 2000er begann ich damit, eigentlich um meine Kinder zu bespaßen, das wurde aber tatsächlich ein Super-Erfolg“, und auch hier lässt der Künstler einfließen, was ihm bedeutsam ist, „es ist mir wichtig, Kindern etwas mit auf den Weg zu geben, dass man offen in eine bunte Welt geht, die Natur zu schätzen weiß und dass man auch mal weinen darf, wenn einem danach ist. Und da wird’s auch mal südamerikanisch, wenn nicht nur Kinder mitwippen bei: „Am Amazonas, wird Mamas Zoo nass“– und natürlich gibt es auch einfach lustige Lieder, wie „Flummi in der Butterdose‘. „Und auch da sind es meistens übrigens Gegebenheiten, die tatsächlich passiert sind, die mich inspiriert haben, ein Lied draus zu machen“. Heute kann man ihn mit seiner Cover-Band Stingchronicity häufiger live erleben – dann singt er auch mal nicht selbst geschriebenes, sondern Lieder von Sting und The Police und seine Stimme ähnelt dem Engländer erstaunlich.

    Hat man dann noch Zeit für Hobbies? „Tatsächlich reise ich sehr gerne, ich war schon auf der halben Welt und es ist herrlich für uns Länder und Kulturen zu entdecken – ich zeichne oder male, meine Frau fotografiert“ erzählt der Künstler, der immer wieder gerne nach Hause kommt – und die Weite genießt.


    Der Teilzeit-Maifelder, der eigentlich im Ahrtal wohnt, ist regelmäßig auch in Lonnig zu Hause, wo er beim Kultursommer im Dorf ein kleines Konzert gab. „Ja, ich bin gerne auf dem Maifeld, vor Jahren wohnte ich eine Zeit lang in Münstermaifeld-Metternich und nun haben wir die Wohnung in Lonnig einfach behalten. Diese Weite, wenn man von irgendwo hierher zurückfährt, die Freundlichkeit der Menschen und dass Kinder hier tatsächlich auf der Straße noch grüßen, gefällt mir einfach“, strahlt der Vielgereiste. Ein Blick über die Schulter eines Künstlers mit vielen Talenten, der gesellschaftskritisch und sozial engagiert ist – so einfach lässt sich das nicht in einen Satz und nicht in eine Schublade stecken! Aber so spannend! Am besten mal selbst entdecken!

    Facebook: stephan.maria.kunst und Instagram: worteil, www.stingchronicity.de, https://marienthaler-atelier.de/