Grundschule St. Georg in Polch: Erfolgreicher Start für Ganztagsschule

Seit gut einem Monat ist das neue Ganztagesangebot an der Grundschule St. Georg in Polch angelaufen. Damit geht neben der Grundschule St. Martin in Ochtendung und der Förderschule St. Stephan in Polch die dritte Ganztagsschule auf dem Maifeld an den Start. Rund 70 der insgesamt 350 Grundschulkinder wurden in diesem Schuljahr hierfür angemeldet. Jetzt haben sich Vertreter der Schulaufsicht, des Elternbeirates und der Verbandsgemeinde Maifeld als Schulträger in der Schule getroffen, um sich vor Ort ein Bild von der neuen Schulform zu machen.

 


Schulleiter Herbert Schlereth erläuterte das Konzept der Ganztagsschule und führte die Gäste durch die neugestalteten Räumlichkeiten für die Ganztagsschule. Gemeinsam mit Schule und Schulträger wurde ein Raumkonzept verwirklicht, dass weit über die im offiziellen Raumprogramm für Grundschulen geforderten Räume hinausgeht. Neben drei Betreuungsräumen wurde ein Werkraum eingerichtet, der auch im Rahmen des Vormittagsunterrichts genutzt werden soll. Ein EDV-Raum mit 15 Schülerarbeitsplätzen soll in den kommenden Wochen das Raumangebot komplettieren. Für die Gestaltung des Nachmittags hat die Schule neben der Einrichtung einer Hausaufgabenbetreuung in Kleingruppen einige Kooperationspartner verpflichtet, die unterschiedliche Projekte im musischen, sportlichen und natur-/heimatkundlichen Bereich anbieten. Nach dem Vormittagsunterricht wird jedoch zunächst zu Mittag gegessen.

Hierfür hat die Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld in der Maifeldhalle einen kindgerechten und freundlichen Essensraum eingerichtet. Das Essen wird von den Caritas-Werkstätten Polch geliefert. Die Eltern zahlen hierfür einen Preis von 2,50 EUR pro Mahlzeit.

Für die Einrichtung der Ganztagsschule an der Grundschule St. Georg wurden insgesamt 50.000 EUR aufgewendet, die das Land Rheinland-Pfalz dem Schulträger als Pauschalförderung zur Verfügung stellt. Hiermit werden die Ausstattung der Betreuungsräume, die Ausstattung und Möblierung des Essenraumes und der Küche, die Einrichtung des Projektraumes und die Anschaffung von Lehr- und Lernmitteln finanziert. Für die Einrichtung des Computerraumes betragen die Kosten rund 21.500,00 EUR, die vom Schulträger, der Verbandsgemeinde Maifeld, zusätzlich finanziert werden. Das Land hat hierfür einen Zuschuss in Höhe von 7.000,00 EUR in Aussicht gestellt.

Eine Besonderheit ist die Möglichkeit der Freitagsbetreuung, die von der Verbandsgemeinde Maifeld als Schulträgerin in eigner Regie installiert wurde. Bei Bedarf können hier die Kinder gegen einen geringen Elternbeitrag auch am Freitagnachmittag von einer Erzieherin betreut werden. „Dieses zusätzliche Angebot, das wir übrigens auch seit Beginn der Ganztagsschule in Ochtendung vorhalten, ist in meinen Augen sehr wichtig, da berufstätige Eltern in der Regel auch am Freitag arbeiten müssen. Das rheinland-pfälzische Konzept der Ganztagsschule von Montag bis Donnerstag ist da nicht ausreichend. In anderen Bundesländern kennt man im Ganztagsschulbereich diese Einschränkung auf vier Tage nicht“, erläutert Anette Moesta ihre Motivation für die zusätzliche Freitagsbetreuung.

Weitere Zielsetzung von Bürgermeisterin Anette Moesta ist der Ausbau der Ferienbetreuung. „Ich werde sehr häufig auf unser Ferienbetreuungsangebot angesprochen. Die Eltern werten dieses Angebot als äußerst positiv und befürworten einen Ausbau. Das Problem heute ist, dass regelmäßig beide Elternteile berufstätig sind und deshalb nicht wissen, wie sie die langen Ferienzeiten überbrücken sollen, wenn keine Großeltern vor Ort die Betreuung gewährleisten können. Deshalb brauchen wir heute Ferienbetreuungsmöglichkeiten. Hier sind alle gefragt mitzuarbeiten. Der Weg den die Verbandsgemeinde Maifeld seit drei Jahren eingeschlagen hat, ist der Richtige“, führt Bürgermeisterin Anette Moesta aus. Auf ihre Initiative werden bereits in den Oster-, Sommer- und Herbstferien Ferienprogramme an verschiedenen Standorten im Maifeld angeboten, die sich einer regen Nachfrage erfreuen. „Hier benötigen sowohl kommunale als auch kirchliche Träger sowie Vereine, die sich in diesem Bereich engagieren noch mehr Unterstützung von Bund und Land“, fordert die Bürgermeisterin.

 
 
Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Einverstanden