Viele Zuhörer beim Informationsabend über die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule Maifeld in Polch

Am 12. November fand in der Realschule in Polch ein Informationsabend zur Integrierten Gesamtschule (IGS) Maifeld statt. Viele interessierte Eltern, Erziehungsberechtigte, Schulleiter und Lehrer waren anwesend. Erfreulich war auch, dass neben der Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Maifeld, Anette Moesta auch zahlreiche Ratsmitglieder, Stadt- und Ortsbürgermeister die Veranstaltung besuchten und ihr Interesse an der IGS zeigten. Es war die erste Informationsveranstaltung, in der die Planungsgruppe über die IGS informierte.

 


Infoabend IGS MaifeldDie Leiterin der Planungsgruppe und Leitende Regierungsschuldirektorin Margot Elsner von der ADD Koblenz begrüßte die Anwesenden. Die Mitglieder der Planungsgruppe stellten im ersten Block der Veranstaltung das Konzept IGS vor:

Die IGS vermittelt drei Bildungsabschlüsse: Die Berufsreife (Hauptschulabschluss), den qualifizierten Sekundarabschluss (Realschulabschluss, Mittlere Reife) und die Allgemeine Hochschulreife (Abitur).

Im kommenden Schuljahr soll die IGS 4-zügig (mindestens 91 Schülerinnen und Schüler) in der 5. Klasse beginnen. Die Hauptschule Polch und die Realschule Polch laufen als Realschule Plus aus. Für die Schüler dort ändert sich aber nichts.

In den Klassen der IGS sind sowohl Hauptschüler, als auch Realschüler und Gymnasiasten. Sie sollen individuell gefördert werden, um entsprechend ihrer Fähigkeiten einen möglichst hohen Abschluss zu erzielen. Der klassische Frontalunterricht wird nur noch vereinzelt praktiziert werden. Die Schüler arbeiten in kleinen Lerngruppen entsprechend ihrer Fähigkeiten. So kann gezielt auf mögliche Probleme des Schülers eingegangen werden. „Wir freuen uns, dass bei der IGS durch die Bildung von Kleingruppen auch an die schwächeren Schüler gedacht wird und sie gefördert werden“, äußerten sich viele Eltern positiv über das Konzept IGS Maifeld.
„Wir möchten, dass alle Kinder möglichst lange zusammen bleiben und nicht schon nach der 4. Klasse der Grundschule getrennt werden“, erklärte Margot Elsner den Vorteil der IGS. „Die IGS bietet unseren Kindern die Chance, sich etwas mehr Zeit bei der Entwicklung zu lassen“, führten die Eltern weiter an. Dies bestätigte Margot Elsner. Sie erläuterte, dass sich bei vielen Kindern die Fähigkeiten erst spät entwickeln und zeigen.

Pro Klasse stehen 2 Klassenlehrer zur Verfügung, die die Klasse vom fünften bis zum achten Schuljahr begleiten. Eine Entscheidung über die Versetzung/Nichtversetzung findet erst ab der Klasse acht statt. „Die Kinder sollen nicht durch ihre Angst vor einer Nichtversetzung zum Lernen gezwungen werden, sondern vielmehr auf andere Weise motiviert werden. Den Kindern soll das Gefühl von Geborgenheit in ihrem Klassenverband vermittelt werden“, stellte Horst Flohr, Konrektor der Realschule Polch, dar.

Das Konzept beinhaltet auch die Schulsozialarbeit, die zur Zeit an den Hauptschulen stattfindet. Die zwei Stellen auf dem Maifeld sollen nach und nach in die IGS übernommen werden.

Außerdem wurde für die IGS ein Antrag auf Ganztagsschule in Angebotsform gestellt. Deshalb ist die Zahl der Anmeldungen von wesentlicher Bedeutung. Die Ganztagsschule findet montags bis donnerstags von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr statt. Im Rahmen der Ganztagsschule sollen neben den Lehrkräften auch pädagogische Fachkräfte eingesetzt werden.

Nach der Vorstellung des Konzeptes durch die Planungsgruppe konnten die interessierten Zuhörer Fragen stellen. Im Anschluss wurden Gespräche in Kleingruppen geführt.

In den kommenden Wochen werden nun Informationsveranstaltungen an den Grundschulen durchgeführt. Am 24. Januar 2009 findet ein Tag der offenen Tür in der Realschule Polch statt. Die Anmeldung für das kommende Schuljahr ist vom 2. bis 6. Februar 2009 möglich.

 
 
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