Wenn das Gedächtnis nicht nur langsam nachlässt, könnte es sich um Demenz handeln:Verbandsgemeinde Maifeld bietet Sprechstunde am 14. April in Polch an

Was tun, wenn die Vergesslichkeit immer stärker wird? Wenn Termine, Namen, Ereignisse öfter einfach „weg“ sind? Wenn auch noch Verständigungsprobleme, Weglaufen und zwanghaftes Umherwandern dazu kommen, könnte es sich um eine beginnende Demenz handeln.
Demenz ist eine Volkskrankheit. Mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland sind von ihr betroffen. So unterschiedlich die Ursachen sein können (Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenz, sekundäre Demenz), so ähnlich ist ihr Verlauf. Es kommt dabei zu einem langsam fortschreitenden Verlust kognitiver, sozialer und emotionaler Fähigkeiten. Nach und nach schwindet dabei auch meist die Teilhabe des Betroffenen am gesellschaftlichen Leben.
Was ist Demenz? Wie gehe ich damit um? Wie organisiere ich Unterstützung? Darüber informiert die Demenzsprechstunde der Alzheimergesellschaft. Regelmäßig jeden zweiten Donnerstag im Monat findet sie von 15.30 bis 16.30 Uhr im Besprechungsraum der Stadt Polch (Marktplatz 2) statt. Darin sollen Betroffene und ihre Angehörigen Informationen über die Krankheit bekommen, Tipps und Ratschläge, wie sie damit umgehen und Auskünfte, wo sie Unterstützung finden. Die nächste Sprechstunde in Polch ist am 14. April.

 

 

Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer Demenz. Wissenschaftler schätzen, dass zwischen 50 und 75 Prozent aller Demenzerkrankungen auf die nach dem Hirnforscher Alois Alzheimer benannte Erkrankung des Gehirns zurückzuführen sind. Hierbei lagern sich Eiweißproteine auf den Nervenbahnen im Gehirn ab und blockieren dadurch den Austausch zwischen den Nervenzellen.
Bildlich vorgestellt: Im Gehirn bestehen Millionen von Nervenzellen, die unser Gedächtnis bilden. Sie kommunizieren miteinander, da ein Gedanke immer auf mehrere Nervenzellen verteilt ist. Nach und nach werden die Verbindungen zwischen den Nervenzellen blockiert, das Gedächtnis des Erkrankten nimmt ab. Dies erklärt auch, warum Demenz-Kranke zunächst das Kurzzeitgedächtnis verlieren (weniger Nervenverknüpfungen) und sich noch relativ lange Zeit an Dinge aus der Kindheit erinnern können (viele Nervenverknüpfungen).
Die Alzheimergesellschaft nördliches Rheinland-Pfalz e.V. wurde im Februar 2007 gegründet. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, über die Krankheit zu informieren und Lobbyarbeit für Demenz-Kranke zu betreiben. Sie ist nicht nur für die Erkrankten selbst Ansprechpartner sondern auch für deren Angehörige. Schwerpunkte der Alzheimergesellschaft nördliches Rheinland-Pfalz e.V. sind auch die Anregung und Unterstützung neuer Bertreuungs- und Pflegeformen, die Durchführung von Vorträgen und Fachtagungen und nicht zuletzt die Entlastung pflegender Angehöriger durch Fachinformationen und praktische Hilfe.

Eine Anmeldung für die Demenzsprechstunde am 14. April ist nicht nötig.
Weitere Informationen erhalten Sie unter der
Telefonnummer 02654-9402-202 (Seniorenkoordination der Verbandsgemeinde Maifeld)

 

 
 
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