In 45 Dienstjahren viele Herausforderungen gemeistert

Was heute kaum noch jemand erreicht, hat Walburga Stelzen aus Pillig geschafft: Sie steht seit fast einem halben Jahrhundert im Arbeitsleben. Bürgermeister Maximilian Mumm verabschiedete die Standesbeamtin, die seit immerhin 45 Jahren bei der Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld beschäftigt ist, jetzt in die Freistellungsphase der Altersteilzeit.
Walburga Stelzen geborene Hörsch war noch keine 15 Jahre alt, als sie am 01.04.1966 ihre Lehre bei der damaligen Amtsverwaltung Münstermaifeld begann. Das war 1966. Amtsbürgermeister Werner Keller war Chef der Münstermaifelder Amtsverwaltung. Heinrich Lübke war Bundespräsident in Deutschland, Ludwig Erhard Bundeskanzler. In Amerika hatte Präsident Lyndon B. Johnson das Sagen, Barack Obama war noch keine fünf Jahre alt.
 


Erinnerungsfoto vor dem Rathaus Polch und dem Schild „Standesamt“: Nach 45 Dienstjahren verabschiedete Bürgermeister Maximilian Mumm die Standesbeamtin Walburga Stelzen (Bildmitte) jetzt in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Mit dabei war auch Marion Ferdinand vom Personalrat.1970 kam dann die Verwaltungsreform, bei der Teile der Amtsbezirke Münstermaifeld und Polch zur neuen Verbandsgemeinde Maifeld zusammen gelegt wurden. Die junge Verwaltungsangestellte aus Pillig wechselte als eine der ersten Münstermaifelder Mitarbeiter im Januar 1971 zur neuen Verwaltung nach Polch. Dort war sie zunächst bei der Ortspolizeibehörde und ab 1978 im Personenstandswesen (Standesamt) eingesetzt. Mit Engagement und Fachwissen arbeitete sie sich in diesen Bereich ein, so dass sie 1988 zur Standesbeamtin bestellt wurde.
„Sie haben in ihren 45 Dienstjahren viel erlebt“, meinte Bürgermeister Mumm während einer kleinen Feierstunde und dankte ihr für ihren Jahrzehnte langen großen Einsatz. Als Standesbeamtin hat sich die Mutter eines erwachsenen Sohnes einigen Herausforderungen gestellt. So musste sie zum Beispiel bei Beurkundungen von Personenstandsfällen Gepflogenheiten fremder Kulturen kennen lernen und entsprechende Gesetze beachten. „Langeweile kam da sicher nicht auf“, schmunzelte Bürgermeister Mumm und erinnerte an kleine Episoden im Arbeitsalltag der Standesbeamtin, die durch ihr ruhiges wie korrektes Arbeiten auch schon Bigamie und Zwangsehe verhindert hat.
Über Müßiggang wird die gebürtige Pilligerin auch im Ruhestand nicht zu klagen haben. Walburga Stelzen freut sich auf mehr Zeit für ihr großes Hobby Reisen. Außerdem handarbeitet, liest, kocht und backt sie gerne.
Bürgermeister Maximilian Mumm wünschte ihr für die Zukunft Gesundheit, Wohlergehen und alles erdenklich Gute für den nun beginnenden Lebensabschnitt und vor allem mehr Zeit für die Familie und die angenehmen Dinge des Lebens. Büroleiter Helmut Führ, Personalleiter Markus Hartung, Fachbereichsleiter Ulrich Sauerborn und Marion Ferdinand vom Personalrat sowie die Kolleginnen und Kollegen schlossen sich den guten Wünschen an.

 
 
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