Münsterplatz ist Denkmal und Begegnungsstätte zugleich

„Der Münsterplatz ist Denkmal und Begegnungsstätte zugleich. Hier ist der Spagat zwischen archäologischen und städtebaulichen Anliegen hervorragend gelungen.“ So Rudi Zenz, Beigeordneter des Kreises Mayen-Koblenz, am Wochenende bei der offiziellen Einweihung des Münsterplatzes. Drei Jahre lang währten die Sanierungsarbeiten. „Das Ergebnis ist allemal der Mühen wert,“ lobte der Vertreter von Landrat Dr. Alexander Saftig. Zuvor schon hatte Roger Lewentz, Staatsminister des Innern, für Sport und Infrastruktur, der „schönen Stadt Münstermaifeld“ bescheinigt, dass sie gut aufgestellt ist für die Zukunft. Als Geschenk brachte der Minister den Bewilligungsbescheid für weitere 250.000 Euro Zuschuss mit.
Bürgermeister Maximilian Mumm kündigte dem Gast aus Mainz aber schon an, dass das Maifeld auch in Zukunft die (finanzielle) Unterstützung des Landes braucht. Neben der dringend nötigen Umgehungsstraße Münstermaifeld sieht er im Bereich Herrenstraße/Stiftsstraße/Petersplatz Handlungsbedarf. Erst dann kann die 1987 begonnene Stadtsanierung abgeschlossen werden. Stadtbürgermeister Robert Müller dankte allen Beteiligten für „den guten Willen bei der Bewältigung oft nicht einfacher Probleme“.

 


Erinnerungsfoto vor der Stiftskirche mit von links: Dr. Cliff Jost, Bürgermeister Maximilian Mumm, Staatsminister Roger Lewentz, Rudi Zenz, Beigeordneter des Kreises Mayen-Koblenz, Stadtplaner Sommer, Stadtbürgermeister Robert Müller, Ingrid Stuhlträger (ADD Koblenz), Beigeordneter Walter Meurer sowie Stadtentwicklungsreferent Jan Benner.Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg. Mit diesem Zitat von Henry Ford begrüßte Stadtbürgermeister Robert Müller am vergangenen Wochenende zahlreiche Ehrengäste und Bürger zur offiziellen Einweihung des Münsterplatzes, die von der Big-Band des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums unter der Leitung von Franz Grober musikalisch umrahmt wurde. Dabei erinnerte Müller daran, dass es drei Jahre gedauert hatte, bis die im September 2008 begonnene 1,8 Millionen Euro teure Sanierungsmaßnahme abgeschlossen wurde. Allein eineinhalb Jahre lang hatten Mitarbeiter der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz die bei den Bauarbeiten auf dem Münsterplatz gefundenen Schätze geborgen. In 50 reichen und noch unberaubten 1300 bis 1400 Jahre alten Gräbern hatten die Archäologen neben kompletten Waffenausrüstungen auch Schmuck aus Gold, Silber und Bronze sowie wertvolle Glasgefäße geborgen.

Die Pfarrer Ingo Schrooten und Gregor Mrziglod segneten den Münsterplatz ein.Einige der Fundstücke sind bei der BUGA zu sehen. Aber auch mehr als ein Jahr nach Ende der Ausgrabungen kennen die Archäologen noch nicht alle Funde genau, sondern sind weiter mit dem Auswerten der geborgenen Schätze beschäftigt, gestand Dr. Cliff Jost in seiner kurzen Ansprache bei der Einweihungsfeier, als er noch einmal betonte: Münstermaifeld gehört zu den fundreichsten Regionen in ganz Deutschland.

Das Band vor dem sanierten Münsterplatz wird gekappt.
„Polch und Ochtendung sind unsere Gewerbestandorte im Maifeld. Münstermaifeld ist die Stadt mit der traditionsreichen Geschichte und den touristischen Attraktionen“, sagte Bürgermeister Maximilian Mumm. Diese Schönheiten gelte es zu bewahren und rauszustellen, denn „unsere schöne Region hat viel zu bieten“.

Die Big-Band des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums unter der Leitung von Franz Grober sorgte für die musikalische Unterhaltung.Das hatte auch Staatsminister Roger Lewentz zuvor festgestellt, der Münstermaifeld eine gute Entwicklung bescheinigte. Als nächste große Stadtsanierungsmaßnahme wird zurzeit das Probsteigebäude II saniert, in dem „das Zentrum historisches Maifeld“ entsteht und in dem auch einige der auf dem Münsterplatz gefundenen Schätze ausgestellt werden.

Feierstunde im Rosengarten vor der eingerüsteten Probstei II.

 

 
 
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