Vorsicht: Illegale Böller sind wie Sprengstoff

Raketen und Böller – für viele gehört das Feuerwerk zu Silvester dazu. Mit großem Getöse wollen sie das neue Jahr empfangen. Doch Vorsicht: Nicht alle angebotenen Knaller tragen das CE-Prüfzeichen. Die Ordnungsbehörde der Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld mahnt den sachgemäßen Umgang mit den Feuerwerkskörpern an und warnt gleichzeitig vor nicht zugelassener Pyrotechnik, durch die es in der Vergangenheit immer wieder zu teils folgenschweren Unfällen gekommen ist. Wie das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz betont, unterliegen sogenannte pyrotechnische Gegenstände in Deutschland dem Sprengstoffgesetz und werden nach dem Grad ihrer Gefährlichkeit in unterschiedliche Kategorien eingeteilt.

 


Generell müssen sie geprüft und zugelassen sein. Konkret bedeutet das: Alle nach dem 01.10.2009 zugelassenen Feuerwerkskörper müssen das CE-Zeichen und die dazugehörige Registriernummer sowie die von der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) vorgegebene Identifikationsnummer aufweisen. Pyrotechnische Gegenstände, die vor dem genannten Termin zugelassen wurden, können bis 2017 weiterhin die von der BAM erteilte Zulassungsnummer tragen.
Vorsicht ist geboten, wenn die genannten Kennzeichnungen fehlen. Besonders bei Artikeln aus dem östlichen Ausland handelt es sich dann um illegale und vor allem gefährliche Pyrotechnik, mahnt das LKA und warnt: Das in der Regel enthaltene Gemisch aus Kaliumchlorat und feinem Aluminiumpulver entwickelt bei der Reaktion eine sehr hohe Explosionsenergie, die mit gewerblichem Sprengstoff vergleichbar ist. Selbst kleine Mengen davon könnten bei nicht sachgemäßer Handhabung eine menschliche Hand komplett zerreißen. Weitere Gefahren lauern in den Abdichtungsmaterialien, die bei der Explosion gefährliche Splitter bilden.
Deshalb warnt das LKA nachdrücklich vor dem Kauf nicht zugelassener und damit sehr riskanter Feuerwerkskörper, die meist über einschlägige Shops im Internet bestellt werden können. Da in den jeweiligen Herkunftsländern die Pyrotechnik oft nicht denselben gesetzlichen Beschränkungen wie in Deutschland unterliegt, fehlt auf den Seiten der Internetshops jeglicher Hinweis darauf, dass sich der Besteller gegebenenfalls strafbar macht. Denn: Die Einfuhr und der Handel mit nicht zugelassener Pyrotechnik stellt in Deutschland eine Straftat dar. Strafbar sind nach deutschen Bestimmungen neben dem Verwenden auch das Aufbewahren, Verbringen und Überlassen nicht zugelassener Feuerwerkskörper.
Rückfragen an das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, Telefon 06131/652379, oder die Ordnungsbehörde der Verbandsgemeinde Maifeld, Telefon 02654/9402-119.     

 
 
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