Auf den Spuren der Menschen im Mittelalter: Aktionen zum Tag des offenen Denkmals

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September 2012, öffnen bundesweit historische Gebäude, archäologische Stätten, Gärten und Parks ihre Türen für Kulturbegeisterte. Auch in der Verbandsgemeinde Maifeld gibt es verschiedene Angebote.

 


Die Laufenburg in Münstermaifeld, auch Pulver- oder Eulenturm genannt.„Die Zeit des Münsterbaus“: Unter diesem Motto lädt das Dekanat Maifeld-Untermosel in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Mayen und den Stadtführern Münstermaifeld ein zum „Familientag im mittelalterlichen Münstermaifeld“. Erwachsene und Kinder können sich von 10 bis 18 Uhr entführen lassen in das Jahr 1225, als Probst Ingebrant für den Bau eines Münsters in Münstermaifeld Handwerker aus der ganzen Region zusammen rief.
Immer einen Besuch wert - die Stiftskirche Münstermaifeld. An diesem kreativen Entdeckungstag im mittelalterlichen Münstermaifeld beteiligen sich Steinmetze, die mit Y-Tong-Steinen mauern, Dachdecker, die den Schiefer bearbeiten, Zimmermänner, Schmiede, Wäscher, Färber und Gaukler. Am Ende des Tages soll die Münsterkirche fertig aufgebaut sein, so dass die Künstler- und Handwerkerfamilien wieder ausziehen können. Anmeldungen an Pastoralreferent Ansgar Feld, Telefon 0171/579 3195.
Die Stadtführer aus Münstermaifeld sorgen für die fachgerechte Führung durch das mittelalterliche Münstermaifeld.
So ist neben der Stiftskirche zum Beispiel auch die Laufenburg geöffnet. Der Pulver- oder Eulenturm, wie dieser Teil der mittelalterlichen Stadtmauer auch genannt wird, hatte früher gleich verschiedene Funktionen. Er diente den Stadtsoldaten, die auf der Stadtmauer Wache hielten, als Lagerraum für Schießpulver (daher Pulverturm), als Gefängnis und als Aussichtsturm, um unerwünschte Ankömmlinge möglichst frühzeitig zu erspähen.
Der ausgestattete Turm, in dessen Gebälk zeitweise Eulen nisteten (daher Eulenturm) kann am Tag des offenen Denkmals ebenso besichtigt werden wie die Buranlage und das Waschfrauenhaus in Münstermaifeld.
Auch die ehemalige Synagoge in der Münstermaifelder Severusstraße, um 1885 errichtet und 1938 verwüstet und in Brand gesteckt, steht von 11 bis 18 Uhr offen.
Die Räume des  Fördervereins Stiftung Kulturbesitz Gebiet Münstermaifeld e.V. in Propstei I in Münstermaifeld sind von 14 bis 18 Uhr geöffnet (Führung nach Bedarf). Dort zeigt und erklärt Elisabeth Wölbert aus der  ehemaligen Altarbauerwerkstatt Port in Münstermaifeld – passend zum Motto Holz des Tag des offenen Denkmals 2012 - diverse Holzwerkzeuge und -werkstücke.
Die ehemalige Synagoge PolchBei dieser Gelegenheit kann auch das städtische Heimat- und Erlebnismuseum Münstermaifeld besichtigt werden.
In Polch ist von 11 bis 18 Uhr die ehemalige Synagoge in der Ostergasse geöffnet. 1867-77 erbaut, 1938 verwüstet und 1981-83 von der Stadt wieder instandgesetzt, wird sie für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Am 9. September ab 11 Uhr lädt der Förderverein zur Eröffnung einer Ausstellung des Mendiger Bildhauers Dieter Heuft und des Andernacher Malers und Graphikers Heribert Elzer ein.

 
 
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