Schulsozialarbeit auf dem Maifeld wird auf alle Schulen ausgeweitet - Infos aus dem Verbandsgemeinderat

Bereits seit mehreren Jahren sind in der Verbandsgemeinde Maifeld Schulsozialarbeiter im Einsatz. Bisher wurden sie ausschließlich an weiterführenden Schulen, der Hauptschule Münstermaifeld und IGS Maifeld in Polch, eingesetzt. In seiner jüngsten Sitzung hat der Verbandsgemeinderat Maifeld einer Vereinbarung zwischen dem Jugendamt des Landkreises Mayen-Koblenz und der Verbandsgemeinde Maifeld zugestimmt, die 2,5 neue Stellen für Schulsozialarbeiter an Schulen des Maifelds vorsieht. Möglich wurde diese Vereinbarung durch vom Bund bewilligte Mittel aus dem „Bildungs- und Teilhabepaket“, die das Kreisjugendamt wiederum anteilig den Verbandsgemeinden zur Verfügung stellt und die den größten Teil der anfallenden Kosten abdecken. Nur einen Eigenanteil von 30 Prozent (ca. 30.000 Euro) muss die Verbandsgemeinde selbst finanzieren.

 


Die Schulsozialarbeiter werden bei der Verbandsgemeinde angestellt, wo sie organisatorisch das bereits bestehende Ju+X Team (Jugendkoordination und Schulsozialarbeit) verstärken. Durch die neuen Stellen wird an allen neun Schulen des Maifeldes, den Grundschulen in Mertloch, Münstermaifeld, Lonnig, Ochtendung, Polch und Welling, dem Kurfürst Balduin Gymnasium in Münstermaifeld, der St. Stephanusschule-Förderschule (mit Förderschwerpunkt Lernen) in Polch und der IGS Maifeld in Polch, Schulsozialarbeit ermöglicht. Zunächst ist die Anstellung mit der Förderung durch das „Bildungs- und Teilhabepaket“ des Bundes gekoppelt und auf den Zeitraum bis zum 31.12.2013 befristet.
Zu den Aufgaben der Schulsozialarbeiter gehören u.a. Beratung  und Einzelhilfe für Schüler und Eltern, Sozialpädagogische Gruppenarbeit, die Durchführung von Projekten, Gewaltprävention und an weiterführenden Schulen Hilfe beim Übergang von der Schule ins Erwerbsleben.  Gertrud Berressem, langjährige Schulsozialarbeiterin an der IGS Maifeld in Polch, weiß, dass die Probleme der Schüler vielfältig sind: „Streitigkeiten und Auseinandersetzungen zwischen Schülern, familiäre Schwierigkeiten, Umgang mit dem Leistungsdruck, sind nur einige Themen mit denen Schüler und Eltern zu mir kommen“. 
Auch der Schulträgerausschuss der Verbandsgemeinde Maifeld, in dem alle Schulleiter und Rektoren der Schulen in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde vertreten sind, begrüßte in seiner jüngsten Sitzung am 14.02.2012 ausdrücklich die geplanten Einstellungen. Bürgermeister Maximilian Mumm freut sich über die breite Zustimmung zur Ausweitung der Schulsozialarbeit auf alle Schulen des Maifelds: „Mit der Einstellung der Schulsozialarbeiter gehen wir einen großen Schritt in die richtige Richtung, denn gerade an den Grundschulen können die Schulsozialarbeiter einen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung unserer Kinder leisten.“

Weiteres Wssenswertes aus dem Verbandsgemeinderat
Insgesamt 20 Tagesordnungspunkte behandelte der Verbandsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Donnerstag im öffentlichen und nichtöffentlichen Teil.
In Kurzform sind hier einige Themen vorgestellt:
Mit Ablauf des Schuljahres 2011/12 hebt die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion  (ADD) Koblenz die Hauptschule Münstermaifeld zum 31. Juli 2012 auf. Der Verbandsgemeinderat stimmte zu.
Mit einer Gegenstimme und bei einer Enthaltung beauftragte der Verbandsgemeinderat die Verwaltung, Förderanträge zu stellen für ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) der Löschgruppe Lonnig, deren aktuelles Fahrzeug seit 1990 im Dienst ist, sowie für ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF 20/16) für den Löschzug Polch. Das Löschfahrzeug 16/12 der Polcher stammt aus dem Jahr 1992. Im September 2005 hatte der Feuerwehrausschuss der Verbandsgemeinde beschlossen, für Feuerwehrfahrzeuge, die 20 Jahre alt sind, Förderanträge zur Neubeschaffung zu stellen.
Der Verbandsgemeinderat nahm Kenntnis von den Beteiligungsberichten  des Abwasserwerks Maifeld, der Komm-Aktiv GmbH und des Wasserversorgungs-Zweckverbandes Maifeld-Eifel.
Für die Nutzung der Nettesporthalle im Rahmen des Schulsports im vergangenen Jahr gewährt der Verbandsgemeinderat eine pauschale Zuwendung von 2.000 Euro. Diese Regelung gilt nur für das genannte Jahr und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht für die Betriebs- und Unterhaltungskosten der Nettetalhalle.
Der Vergnügungssteuersatz von 18 Prozent in der Verbandsgemeinde Maifeld wird beibehalten. Einen Antrag auf Änderung der Vergnügungssteuersatzung lehnte der Rat einstimmig ab. Damit werden die Einspielergebnisse von Gewinnspielautomaten weiterhin mit 18 und nicht wie nach Eingabe eines Automatenstellers beantragt mit 12 Prozent besteuert.

 

 
 
Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Einverstanden