Kläranlage Nothbachtal kommt umwelttechnisch und energetisch auf den neuesten Stand

Die Kläranlage Nothbachtal, die größte der Verbandsgemeinde Maifeld, stößt nach 28 Jahren an ihre Grenzen. Deshalb wird sie erweitert und gleichzeitig umwelttechnisch und energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Im Beisein von Vertretern des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord vollzog Bürgermeister Maximilian Mumm jetzt den ersten Spatenstich für die Umbau- und Erweiterungsmaßnahme.

 

Erster Spatenstich für die Umbau- und Erweiterungsmaßnahme Kläranlage Nothbachtal mit von rechts: Werkleiter Bleser, Bürgermeister Mumm, Referatsleiter Jung vom Umweltministerium, Bürgermeister Gerd Heilmann und Werkleiter Matthias Steffens (Vordereifel).
„Seit der Inbetriebnahme der Kläranlage 1985 haben sich zahlreiche gesetzliche und gesellschaftliche Veränderungen ergeben“, erläuterte Werkleiter Rolf Bleser vom Abwasserwerk Maifeld und verwies auf verschiedene technische Anpassungen, die für eine Verbesserung der Reinigungsleistung und eine Energieeinsparung von ca. 30 Prozent sorgten. Mit derzeit 24.500 Einwohnerwerten befrachtet, hat die ursprünglich auf 15.000 Einwohner ausgelegte Anlage inzwischen aber keine „Luft“ mehr.
„Jetzt erweitern wir nicht nur, wir modernisieren unter dem Aspekt der Energieeinsparung und einer Eigenstromerzeugung,“ sagte Bürgermeister Maximilian Mumm.
In den nächsten zwei Jahren entstehen u. a. Vorklärbecken, Kompaktfaulbehälter mit Gasspeicher und Blockheizkraftwerk. Künftig wird im Nothbachtal der anfallende Primärschlamm ohne Sauerstoffzufuhr in einem sogenannten Kompaktfaulbehälter gelagert. Das dabei entstehende Faulgas, das 60 bis 65 Prozent Methan enthält, wird in einem Speicher gelagert und anschließend in einem Blockheizkraftwerk zu Strom verarbeitet. So erzeugt die Anlage jährlich etwa 380.000 Kilowattstunden Eigenstrom (entspricht ca. 100 Haushalten). Das heißt: „Die Hälfte oder sogar zwei Drittel des künftigen Strombedarfs der Kläranlage produziert das Klärwerk selbst.“

Erinnerungsfoto mit allen Gästen.Bürgermeister Mumm freut sich auch über die Kooperation mit der Verbandsgemeinde Vordereifel, die 600.000 Euro zu den Baukosten dazu gibt, dafür aber die Instandhaltung einer Kläranlage in Kehrig spart und künftig die Abwässer aus der Ortsgemeinde Kehrig und den Raststätten an der Bundesautobahn A 48 im Nothbachtal klären lässt. Knapp 450.000 Euro kommen vom Land dazu. Den entsprechenden Bewilligungsbescheid des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums überbrachte Referatsleiter Thomas Jung.
Bleiben ca. 4 Millionen Euro Baukosten, die die Verbandsgemeinde Maifeld selbst zu tragen hat. Wegen der Energieeffizienz der Maßnahme hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein zinsgünstiges Darlehen (derzeit 0,5 %) gewährt. Maximilian Mumm: „Wir geben erst einmal viel aus, sparen auf Dauer aber auch viel ein.“

 

 
 
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