„Die Floot“ soll wieder frei und ungebändigt fließen

Die jüngsten Bachpaten in der Verbandsgemeinde Maifeld sind gerade einmal drei Jahre alt. Die Kindertagesstätte „Wichtelwald“ in Kalt hat die Patenschaft über den Dorfbach übernommen und wird sich mit ihren Schützlingen im Vorschulalter um das Gewässer dritter Ordnung kümmern, das an vielen Stellen wieder freigelegt wurde. Zum Abschluss der Renaturierungsmaßnahme am Kalter Dorfbach trafen sich Bürgermeister Maximilian Mumm und Ortsbürgermeister Willi Probstfeld vor Ort mit Vertretern der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, dem Ingenieurbüro und der Baufirma.

 


Ortstermin am Kalter Dorfbach mit (von rechts): Alexandra Steinebach und Joachim Arenz (SGD Nord), Jitka Nick (Ingenieurbüro Klabautschke), Rolf Bleser (Verbandsgemeinde Maifeld), Ortsbürgermeister Willi Probstfeld, Bürgermeister Maximilian Mumm, Petra Hermes (Verbandsgemeinde Maifeld), Reinhard Wallebohr (Baufirma Wallebohr) und Meta Wolf-Binder (Kreisverwaltung Mayen-Koblenz).„Die Floot“, wie die Kalter liebevoll sagen, läuft parallel zu einem teils asphaltierten Wirtschaftsweg rund1,7 Kilometer lang durch die Ortslage, bis sie unterhalb der Heidgermühle in den Nothbach ein fließt, der bei Kobern-Gondorf in die Mosel mündet. Wohl auch infolge der vor Jahrzehnten erfolgten Verrohrung war es bei Starkregen wegen der hohen Wassermengen regelmäßig zu Bodenerosionen gekommen.
Das soll sich künftig ändern: In den vergangenen Wochen wurden die Betonschalen abgebrochen, die Gewässersohle verbreitert und ebenso wie die Böschungen befestigt, so dass "die Floot" wieder frei und natürlich fließen kann. Jetzt ist die naturnahe Befestigung abgeschlossen, die die Fließgeschwindigkeit verringern und den Abtrag von Erde vermeiden soll. In nächster Zeit werden sich hoffentlich Mikroorganismen und Kleinstlebewesen ansiedeln, deren Entwicklung die jungen Bachpaten vom Kindergarten genau im Auge behalten wollen.

Jungen und Mädchen vom Kindergarten „Wichtelwald“ besuchten vor einigen Wochen zusammen mit ihren Erzieherinnen die Baustelle am Kalter Bach. Künftig werden die jungen Bachpaten das Gewässer genau im Blick behalten.„Zurück zur Natur - gemäß dieser Devise wollen wir alle Dorfbäche nach und nach renaturieren. Nach dem Viedeler, dem Noth- und dem Kalter Bach sind wir dabei auf einem guten Weg“, meinte Bürgermeister Maximilian Mumm, der hofft, dass für alle Gewässer dritter Ordnung auch Bachpaten gefunden werden: „Wir freuen uns immer wieder, wenn wir Menschen für die Natur begeistern können.“ Ebenso wie Ortsbürgermeister Willi Probstfeld wünschte er den jungen Bachpaten der Kita „Wichtelwald“ viel Freude in der freien Natur.
Die Renaturierungsmaßnahme in Kalt wurde im Rahmen der Aktion Blau zu 90 Prozent vom Land Rheinland-Pfalz finanziert. Die restlichen zehn Prozent, etwa 10.000 Euro, übernimmt die Verbandsgemeinde Maifeld.

Die Jungen und Mädchen und waren besonders begeistert von dem großen Bagger, der „die Floot“ aus ihrer Verrohrung befreite. Joachim Arenz und Alexandra Steinebach von der SGD Nord sowie Meta Wolf-Binder (Kreisverwaltung Mayen-Koblenz), Jitka Nick (Ingenieurbüro Klabautschke), Reinhard Wallebohr (Fa. Wallebohr), Rolf Bleser und Petra Hermes (Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld) zeigten sich zufrieden mit den gerade abgeschlossenen Renaturierungsarbeiten.
Als nächste Maßnahmen stehen die Freilegung des Münstermaifelder Burbachs am Sportplatz und des Schrumpfbachs in Metternich an.

 
 
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