Bei der Outdoor-Tour hieß es Reduzierung auf das Notwendigste

„4 Tage draußen sein" kündigte die Ausschreibung der Outdoor-Tour des Jux-Teams der Verbandsgemeinde Maifeld gemeinsam mit dem Evangelischen Kinder- und Jugendbüro Winningen an. Sieben Jugendliche hatten Lust auf dieses Abenteuer und machten sich auf den Weg in die Eifel, um vier Tage zu wandern, zu zelten und die Einfachheit des Lebens zu schätzen.

 


Wandern mit Gepäck.Von Dedenbach aus startete die Gruppe montags in Richtung Niederzissen und passierte die wunderschönen Wälder, Maare und Seen der Eifel. Nach einer gemütlichen Runde um den Königssee mit anschließender Bergerklimmung war die Schutzhütte „Brohltalblick" erreicht.
Gemeinsam kochen macht Spaß.„Wir waren sehr mutig und tapfer. Die Wegzeit enthielt viel Regen und Babyfrösche. Es war ein schöner Tag!", notierte eine Teilnehmerin im mitgeführten Tour-Tagebuch. Begleitet wurden sie und die anderen sechs Jugendlichen von Simone Lipfert, Jugendkoordinatorin der Verbandsgemeinde Maifeld, Stefanie Kröber vom Evangelischen Kinder- und Jugendbüro in Winningen sowie zwei weiteren Betreuern.
Nach dem Zelteaufbauen, dem gemeinsamen Kochen und Verzehren von Nudeln mit Tomatensauce sowie einer Runde Werwolfspielen verzogen sich die müden Wanderer zeitig in die Schlafsäcke. Dienstags ging es weiter - geplante 14, verlaufene 20 Kilometer - bis zu den Riedener Mühlen. Dazu hieß es  im Tagebuch: „Wenn man die Tour heute als anstrengend beschreiben würde, wäre das die Untertreibung des Jahrhunderts. Falls ich sterbe - meine letzten Worte waren: Ponys sind toll!". Eine leer stehende Pferdekoppel des Forsthauses diente nach dem langen Fußmarsch  bis zu den Mühlen als Schlafplatz.
Die Jugendlichen genießen die Naturerlebnisse.Die passende Notiz im Tourbuch: „Endlich angekommen hüpften wir barfuß über die Wiese, bewunderten die Rehe und purzelten in unseren Schlafsäcken den Hang herunter. Nach dem Grillen haben wir Bratäpfel gemacht. Jetzt liegen wir unter dem Sternenhimmel, betrachten den großen Wagen, Satelliten und eine Menge Sternschnuppen." Mit sich selbst in Auseinandersetzung zu treten, seine Grenzen zu erfahren, auf Dinge zu Verzichten und dabei  immer auch die Gruppe im Blick zu behalten – das waren die Ziele dieser Wanderung, wie Simone Lipfert vom Ju+X-Team erläutert.
Am dritten Tag marschierte die Gruppe nach einem ausgiebigen Frühstück von den Riedener Mühlen über einen abgelegenen Wanderweg bis zum Naturfreundehaus am Laacher See. „Pausen sind das Geilste auf der Wanderung! Man freut sich riesig über Brot, Käse, Möhren, Äpfel und vor allem darauf, zu sitzen und den 14-Kilo-Rucksack ausziehen zu können."
Vor dem Ausruhen kommt das Zeltaufbauen.Die Aussagen im Tagebuch zeigen, wie „Selbstverständlichkeiten“ wie Essen, Trinken, Schlafen und der Schutz vor Nässe und Kälte bei so einer Tour ganz anders erlebt werden. „Man beschränkt sich auf das Wesentliche, achtet darauf, so wenig Kilos wie möglich in den Rucksack zu packen und auf sonst immer benutzte Alltagsgegenstände zu verzichten", hat Stefanie Kröber erfahren.
Am Laacher See angekommen, wurde der Rucksack abgeworfen und erst einmal gechillt oder im See geschwommen. Nach einer Reflexion am Donnerstag stand fest: „Wandertouren sind mega, das möchten wir wiederholen!"

 

 
 
Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Einverstanden