Der Kalter Bach wird aus dem Betonkorsett befreit

Der Kalter Bach soll bald wieder natürlich fließen. Direkt nach der Ernte will die Verbandsgemeinde Maifeld mit der Renaturierung beginnen. Bei einem Ortstermin informierten sich Bürgermeister Maximilian Mumm, Fachbereichsleiter Rolf Bleser und Ortsbürgermeister Willi Probstfeld über die aktuelle Situation. Die in früheren Zeiten eingebauten Betonhalbschalen sind teilweise unterspült bzw. defekt und verhindern an verschiedenen Stellen den Abfluss des sich im Bach sammelnden Wassers, was auch schon zu Problemen mit dem angrenzenden Wirtschaftsweg führte. Dies soll sich ändern.

 


Ortstermin in Kalt mit Bürgermeister Maximilian Mumm, Fachbereichsleiter Rolf Bleser und Ortsbürgermeister Willi Probstfeld (von rechts).Ausgehend vom Regenrückhaltebecken unterhalb des Baugebietes werden die Betonhalbschalen auf einer Länge von etwa 650 Metern entfernt und durch eine Gewässersohle aus Stein und einem Kiesgemisch ersetzt. Dies ermöglicht sowohl dem Bach als auch seinen Bewohnern wieder eine natürliche Eigenentwicklung. „Mit der Baumaßnahme befreit die Verbandsgemeinde Maifeld den Kalter Bach aus seinem Betonkorsett und gibt ihm wieder ein Stück Natürlichkeit zurück“, schreibt Umweltministerin Ulrike Höfken in einer Mitteilung des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums. Das Land stellt Fördermittel von insgesamt 117 000 Euro im Rahmen der „Aktion Blau“ zur Verfügung.
„Unsere Landwirte sind daran interessiert, dass das anfallende Wasser ordnungsgemäß und schadlos abgeführt wird“, sagt Ortsbürgermeister Willi Probstfeld, der ankündigt, dass bei der Maßnahme voraussichtlich keine Flächen angrenzender Grundstücke in Anspruch genommen werden.
„Nach und nach und überall, wo es möglich ist, wollen wir unseren Dorfbächen wieder ihr Gewässerbett geben, damit diese Gewässer dritter Ordnung wieder frei und natürlich fließen können“, betont Bürgermeister Maximilian Mumm und betont, dass die Verbandsgemeinde für diese Maßnahmen im Rahmen der „Aktion Blau“ immerhin 90 Prozent Zuschüsse bekommt und sowohl von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz als auch der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord unterstützt wird.
Als nächste große Maßnahme nach Kalt ist noch für dieses Jahr die Offenlegung des Münstermaifelder Burbachs geplant. 2014 und 2015 sollen weitere Maßnahmen am Ruitscher Bach und am Schrumpfbach folgen. „Wir haben noch viel vor, aber wir konnten auch schon einiges umsetzen“, meint Petra Hermes, die die Gewässerrenaturierung bei der Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld betreut.

 
 
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