Drei Glücksfälle bescherten den Maifeldern eine Supersaison

Wir haben viele Pfunde, mit denen wir wuchern können. Der Titelgewinn um den schönsten Wanderweg Deutschlands hat auf unsere Ferienregion aufmerksam gemacht. Jetzt gilt es nachzulegen“, Bürgermeister Maximilian Mumm kündigt ein neues Tourismuskonzept der Verbandsgemeinde an, das Wanderer, Radfahrer und Kulturinteressierte gleichermaßen ansprechen soll. Schon in der gerade abgeschlossenen Saison 2013 reagierten die Besucher sehr positiv auf die Angebote im Maifeld, die von einer guten Zusammenarbeit aller Beteiligten (Burg Eltz, Tourist-Info, Stadtführer, Museum, Gastronomie und Verkehrsverein) geprägt war. Bürgermeister Mumm: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Alle ziehen an einem Strang.“

 


Heimat- und Erlebnismuseum Münstermaifeld.Willi Kirchesch vom Heimat- und Erlebnismuseum Münstermaifeld, einem Maifelder Highlight,  berichtet von drei Glücksfällen, die das Jahr 2013 beeinflusst haben: „Auf einer Doppelseite stellte der in Koblenz ansässige Journalist Dr. Winter in der Sonntagsausgabe der FAZ das Heimat- und Erlebnismuseum Münstermaifeld und das Maifeld vor. Die Seiten erschienen im Februar. In der darauf folgenden Woche stand das Telefon nicht still und es kamen Anfragen aus ganz Deutschland sowie aus dem Ausland. Gegen Ende des Sommers berichtete das Südwestfernsehen über das Maifeld und das Museum und der Traumpfad Eltzer Burgpanorama wurde zum schönsten Wanderweg in Deutschland gewählt.“ Dieses große Medieninteresse sorgte nach Ansicht von Willi Kirchesch für eine „Supersaison und Wahnsinnsbesucherzahlen“.
Stadtführung in Münstermaifeld.Fürs nächste Jahr hat der ideenreiche Münstermaifelder wieder viel vor. Unter anderem will er das Museum um eine alte Schmiede erweitern und ein 50er-Jahre-Event veranstalten.
Angelika Nelius, Kastellanin der Burg Eltz, spricht von einer sehr guten Saison für die Burg der Burgen und einer Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten. Dabei stellt sie auch das tolle Angebot Burgenbus heraus, der in diesem Jahr stärker frequentiert wurde und den bahnreisenden Wanderern gute Möglichkeiten bietet.
„Bis Ende des Jahres haben sich bei uns noch zahlreiche Gäste für Stadtführungen angemeldet“, informiert Matthias Hochhausen, einer der Münstermaifelder Stadtführer. Auch während des gesamten Jahres wurde das Angebot, sich die Sehenswürdigkeiten der mittelalterlichen Stadt zeigen zu lassen, gerne genutzt. Die meisten Besucher waren durch das Internet auf Münstermaifeld aufmerksam geworden und verbanden eine Besichtigung der Burg Eltz bzw. eine Wanderung auf dem Traumpfad geplant mit dem Stadtrundgang. Spontane Abstecher nach Münstermaifeld seien eher seltener, weil der Verkehrsstrom von der Burg Eltz seit  Einführung der Einbahnregelung keinen Blick mehr auf die Stiftskirche und die Altstadt  zulasse. 
Heimatmuseum Christinas Stuben in Polch„Es kamen weit mehr Menschen als wir uns jemals erhofft oder erträumt haben“, sagt Michael Kopp, Ortsbürgermeister von Wierschem: „Unser Traumpfad läuft bestens. Die Besucherzahlen sind überwältigend. Eine Herausforderung wäre jetzt noch, den Gästeansturm für die Gemeinde zu vermarkten.“ Kopp berichtet, dass der Parkplatz an normalen Wochentagen prall gefüllt ist und an Wochenenden auch die von einem Landwirt kostenlos zur Verfügung gestellte Wiese als Parkplatz genutzt wird. „Die Gaststätte erfährt einen guten Aufschwung, von dem die Gemeinde indirekt mitprofitiert.“
Peter Schmitt, Ortsbürgermeister von Trimbs, freut sich über auch in diesem Jahr wieder gestiegene Besucherzahlen auf dem Nette-Schiefer-Pfad: „Das Projekt Traumpfade ist ein absoluter Renner. Wenn sonntags gutes Wetter herrscht, kommen die Wanderer von überall her und gehen ins Gelände. Das Schöne dabei: Wer einmal da war, kommt wieder. Besonders die gute Ausschilderung mit den vielen individuellen Hinweistafeln wird dabei gelobt. So gibt es auch beim Pfingstsonntag-Traumpfad-Wandertag, der in diesem Jahr zum vierten Mal veranstaltet wurde, Stammgäste. Einziger Wermutstropfen: Trimbs hat kein regelmäßiges gastronomisches Angebot mehr. Die Wanderer können sich nicht im Dorf stärken, sondern müssen dafür nach Welling oder Polch abwandern.“
Dabei können sie auch dem Heimatmuseum Christinas Stuben in der Polcher Ackerstraße einen Besuch abstatten, das u. a. komplette Puppenstuben des 19. Jahrhunderts, original Maifelder Trachten sogar mit Jungfrauenhauben und Tugendpfeil und kistenweise kostbare Handarbeiten aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert präsentiert. Ganz neu in der Sammlung sind Bilderalben mit alten Postkarten von Polch, Münstermaifeld und der Mosel sowie liebevoll kitschig gestaltete Freundschafts- und Poesiealben der 1820er bis 1890er Jahre, die mit Lithografie-Glanzbildchen verziert wurden, von denen jedes einzelne ein Kunstwerk ist. Das Museum ist täglich von 14 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung (Telefon 02654/1847) geöffnet.

 
 
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