Kostbarkeiten aus (Ur)Großmutters Schatztruhe

Feine Tischwäsche, edles Porzellan, kostbare Gläser – zu festlichen Familienfeiern soll alles stimmen. Während wir heute schon mehr auf spülmaschinengeeignet und maschinenwaschbar achten, griffen unsere (Ur)Großmütter dann zum guten Geschirr und zur bestickten Aussteuer. Wahre Schätze verwahrte sie für den besonderen Anlass auf. Gisela Ackermann-Minwegen hat in ihrem Heimatmuseum „Christinas Stuben“ im Bienengarten 6 in Polch viele dieser alten Kostbarkeiten gesammelt. Täglich – auch am 2. Weihnachtstag - können sie in der Zeit von 14 bis 16 Uhr bewundert werden. Der Eintritt ist frei.

 


Kostbare Handarbeiten Solche Handarbeiten gibt es heute gar nicht mehr: In monate- teils sogar jahrelanger Arbeit wurden edle Kunstwerke geschaffen aus hauchzarten Leinenfäden, die nur in feuchten dunklen Kellerräumen gesponnen werden konnten, weil sie sonst gerissen wären. Eine Neuauflage wäre schon deshalb nicht möglich, weil es solch dünnes Garn gar nicht gibt.

Glanzbilder anno dazumalAuch echte Brüsseler Spitze hat Gisela Ackermann-Minwegen in ihrer Schatzkiste. Dazu Geklöppeltes, Gesticktes und Gehäkeltes. Altes Makramee, Tüll- und Brokatarbeiten, Schiffchenarbeit, Nadelspitze, Richelieur, Lochstickerei oder Hardanger-Stickarbeiten. Jedes Teil für sich ist ein Kunstwerk und entstand in unzähligen Stunden Handarbeit.

Modeneuheiten 1913Daraus wurden Decken, Täuflingskleider, Tücher, Hauben und Mützen gefertigt. Auch sogenannte Ohreisen, an denen zum Beispiel Jungfernpfeile festgesteckt wurden, die zur Maifelder Tracht gehörten.

Weihnachts- und Neujahrskarten aus Uromas Sammelalbum.Was die moderne Dame Anfang des vergangenen Jahrhunderts trug, davon erzählen alte Broschüren und Zeitungsseiten, die wohl verwahrt 100 und mehr Jahre überstanden haben und heute noch einen Eindruck davon vermitteln, wie unbequem das Leben in engen Korsetts, mit steifen Krägen und Hüten war. Aus dem Alltagsleben unserer Vorfahren berichten auch Gebrauchs- und Ziergegenstände anno dazumal sowie jede Menge schöne Puppen undaufwendige detailgenaue Puppenstuben. Dazu gibt es gut erhaltene Alben mit Glanzbildern und Postkarten.
Ein Besuch lohnt sich – und auch der Festtagsbesuch dürfte von den Maifelder Schätzen sehr angetan sein.

Heimatmuseum „Christinas Stuben“  - täglich (auch am 2. Weihnachtstag) geöffnet
von
14 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Telefon 02654 1847.

 
 
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