Regionalmanagement Maifeld-Pellenz: Förderung endet, Zusammenarbeit geht weiter

Nach fünf Jahren endet die offizielle Förderung des Regionalmanagements Maifeld-Pellenz, das 2008 unter dem Motto „Gemeinsam für eine starke Region" als Kooperation der Verbandsgemeinden Maifeld und Pellenz gestartet war. Die Zusammenarbeit aber geht weiter. Das wurde beim 2. Regionalforum des Regionalmanagements Maifeld-Pellenz am 21.11.2013 in Saffig betont. Während der Veranstaltung in der Von-der-Leyen-Halle schaute die Region auf eine Vielzahl erfolgreicher Projekte zurück und blickte gemeinsam mit den aktiven Bürgerinnen und Bürgern in die Zukunft. Welche Projekte werden wie fortgesetzt? Wo besteht weiterer Handlungsbedarf?

 


ErinnerungsfotoIm „ersten Teil“ des Regionalforums fanden ab 17 Uhr offene Treffen zu den verschiedenen Projekten und Themen statt. Jeweils unter der Leitung der Projekt-Aktiven selbst ging es hier vor allem um Weiterentwicklung der Projekte: Was sind die nächsten Schritte im Projekt und wer übernimmt welche Aufgaben? Neue Ansätze und Ideen waren willkommen, wenn dabei bedacht wurde, dass die Arbeit mit dem Ende der Unterstützung durch das Regionalmanagement, mehr denn je von den Aktiven selbst geleistet werden muss.
Begrüßung durch Bürgermeister Mumm.Ab 19 Uhr ging es in der Von-der-Leyen-Halle mit dem „zweiten Teil“ des Regionalforums weiter. Den Auftakt machte Saffigs Ortsbürgermeister Dirk Rohm, der Staatsministerin Ulrike Höfken und die etwa 80 Besucherinnen und Besucher hier herzlich willkommen hieß und die Chance nutzte, seine attraktive Gemeinde ein wenig vorzustellen.
Regionalforum in Saffig.Im Anschluss konnte Maximilian Mumm, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, auf einige Highlights der vergangenen fünf Jahre zurückblicken und über die gute Kooperation der beiden Verbandsgemeinden berichten, die manchmal etwas an eine „Ehe" erinnerte. Er zeigte sich besonders erfreut, dass die beiden Bürgermeister Johannes Bell und Gerd Heilmann aus den Verbandsgemeinden Brohltal und Vordereifel an diesem Abend nach Saffig gekommen waren. In den vergangenen Wochen haben erste Gespräche stattgefunden, die beiden Regionalmanagement-Regionen ggf. zusammenzuführen und sich - die entsprechenden Entscheidungen in den Räten vorausgesetzt - ab 2014 als sogenannte LEADER-Region zu bewerben und damit den Gemeinden und auch privaten Aktiven weiterhin die Chance auf Unterstützung ihrer Projekte durch das Land und die EU zu sichern.
Gespräche.Staatsministerin Ulrike Höfken nahm diese Vorlage gerne auf und ermutigte die Verbandsgemeinden darin, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Auch wenn es Regionalmanagements in der jetzigen Form so nicht mehr geben wird, sind doch alle ländlichen Regionen aufgefordert, sich ab 2014 als LEADER-Region zu bewerben. Neue Regionen haben hier die gleichen Chancen wie die bereits Etablierten. Ländliche Entwicklung braucht Projekte und Initiativen die das regionale Bewusstsein stärken. Hier sah die Ministerin die Verbandsgemeinden Maifeld und Pellenz auf einem sehr guten Weg.
Die anschließende Projektvorstellung durch Sven Lachmann vom IfR Institut für Regionalmanagement begann mit einem Paukenschlag. Nach dem Motto: „Ohne Hörprobe ist das Projekt nicht zu verstehen", lieferten die drei jungen Musiker der Band Dried Blood aus Münstermaifeld den Besuchern einen Eindruck wie viel Kraft und Leidenschaft über das Projekt „New Comer Contest“ zum Ausdruck kommt. Regionalentwicklung beginnt bei den jungen Menschen und ihrer Identifikation mit ihrer Heimat. Das heißt konkret: Sie sollen Gelegenheit haben, sich und ihre Kreativität zu entfalten. Bei den New Comer Contests (NCC) haben es die Aktiven geschafft, dass junge Musiker aus der Region ihr Können vor Publikum zeigen können – mit dem für Frühjahr 2014 in Münstermaifeld geplanten Contest nun schon zum fünften Mal!
Aus der Fülle der Projekte und Initiativen des Regionalmanagements konnten an diesem Abend nur fünf herausgegriffen und vorgestellt werden. Viel Beifall ernteten dabei die Sprecher der einzelnen Projektteams, die die Leitung übernommen hatten und nun dem Publikum in kurzen Interviews die Ergebnisse vorstellten, über die wir in den nächsten Wochen ausführlich berichten werden: Manuela Timm (Blühendes Maifeld-Pellenz), Heiko Fuhrmann (NCC), Udo Seifert (Lebendige Ortsmitten) sowie Katrin Wölwer und Christel Zimmermann (Landwirtschaft und Regionale Produkte).
Neben vielen erfolgreichen Umsetzungen wurde auch festgehalten, dass v.a. in den Bereichen „Energie" (Strom und Wärme) und Lebendige Ortsmitten trotz guter Ansätze und viel Engagement die Ziele höher gesteckt waren und noch nicht zur Zufriedenheit erreicht werden konnten.
Nach diesem kurzweiligen Rückblick auf fünf Jahre Projektarbeit im Regionalmanagement richtete Klaus Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pellenz, einen herzlichen Dank an alle Akteure, die sich und ihre Ideen eingebracht haben. Gerade zur Weiterentwicklung dieser Projekte, aber auch um neue Ansätze unterstützen zu können, wünschte er sich die Fortführung der Zusammenarbeit mit dem Maifeld und erneuerte das schon ausgesprochene Ansinnen mit den weiteren Nachbargemeinden die Kooperation auszubauen und ab 2014 im Rahmen von LEADER gemeinsam anzugehen.

 
 
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