Appell an die Verbraucher: Trinkwasser könnte auch bei uns knapp werden

Frisches Wasser aus dem Hahn.

Nach langer Trockenheit hat es in den vergangenen Wochen viel geregnet. Sollte man meinen, tatsächlich aber reichte das Nass von oben bei Weitem nicht aus, um die Wasserreserven wieder zu füllen. Der Wasserversorgungs-Zweckverband (WVZ) Maifeld-Eifel, der auf dem Maifeld und in fünf weiteren Verbandsgemeinden ca. 80.000 Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser versorgt, ruft zum sorgsamen Umgang mit dem Lebensmittel Nummer 1 auf.

 

Lebensmittel Nummer 1 und erfrischendes Nass.Die ausgebliebenen Winterniederschläge der vergangenen Jahre haben auch in unserer Region dazu geführt, dass die Grundwasserneubildung gesunken und die Leistungsfähigkeit der eigenen Gewinnungsanlagen zurückgegangen ist. Zudem führen steigende Nitratwerte, die ebenfalls auf ausbleibenden Niederschläge zurückzuführen sind, dazu, dass eigene Vorkommen zum Teil nur eingeschränkt genutzt werden können“, heißt es in einer Mitteilung des WVZ. Ende Juni soll daher noch ein Notbrunnen in Betrieb genommen werden.

„Ob vor diesem Hintergrund die Trinkwasserversorgung im Sommer 2020 uneingeschränkt aufrechterhalten werden kann, ist derzeit nicht sicher zu beurteilen, hängt aber ganz wesentlich vom Verbrauchsverhalten der Bevölkerung ab“, mahnen unsere Wasserversorger und appellieren, besonders in Hitzeperioden sorgsam mit Trinkwasser umzugehen, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. So kann jeder Einzelne zur Entspannung der Situation beitragen, indem er unnötigen Wasserverbrauch vermeidet bzw. reduziert. So sollte die Bewässerung von Grün- und Rasenflächen, Spiel-, Freizeit- und Sportflächen aus dem Trinkwassernetz überdacht werden. Das gilt ebenso für die Befüllung von privaten Pools oder Planschbecken mit einem Volumen von mehr als 1 m³ aus dem Trinkwassernetz. So passt in einen handelsüblichen Aufstellpool so viel Wasser wie ein Erwachsener sonst in 6 – 12 Monaten verbraucht. In geschätzt mehreren 1000 Fällen muss der WVZ diese Wassermenge innerhalb weniger Tage für Poolbefüllungen bereitstellen.

Sollte es dennoch zu Versorgungsengpässen kommen, kündigt der WVZ ein bußgeldbewehrtes Verbot der oben dargestellten sowie weiterer Nutzungen an. Infos unter  www.wvz-me.de


 
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