Artenvielfalt erhöhen: Polcher Bach bekommt Fisch-Zuwachs

Fischnachwuchs für den Polcher Bach.

Stolze 54 Zentimeter lang und 1,8 Kilogramm schwer war die größte Bachforelle, die im Polcher Bach am Paradiesweg entdeckt, vermessen, gewogen und wieder zurück in die Freiheit entlassen wurde. Forellen einer alten, selten gewordenen Gattung haben sich in dem renaturierten Bereich wieder etabliert. Aber auch andere Arten sollen dort heimisch werden. In einer Gemeinschaftsaktion haben die Bachpatin Kerstin Profittlich aus Kaan und Andreas Frey aus Ochtendung in benachbarten Gewässern Jungfische gefangen und im Polcher Bach ausgesetzt.

 

Kerstin Profittlich und Andreas Frey waren mit dem Kescher unterwegs und fingen kleine Fische für den Polcher Bach.Ca. 160 Mini-Fische aus Thür
und Trimbs kamen in Polch dazu

Knapp 100 Mini-Stichlinge aus dem Thürer Bach sowie je ca. 30 aus der Nette bei Trimbs stammende Mühlkoppen und Schmerlen bevölkern jetzt das 175 Meter lange neu geschaffene Bachbett nahe Kaan. Auch Bachflohkrebse, Azurjungferlarven, Spitzschlammschnecken und Körbchenmuscheln kamen noch dazu. Andreas Frey, der als selbstständiger Fischereisachverständiger für insgesamt 16 Behörden im Einsatz ist, wird die „Neubürger“ die nächsten Wochen und Monate im Auge behalten. Der Experte ist aber zuversichtlich, dass seine Schützlinge sich gut vermehren und weitere Populationen begründen werden. Dann fehlen noch Elritzen, Gründlinge und vielleicht Neunaugen (keine Fische, sondern sogenannte Rundlinge) zur Erweiterung der schwimmenden Vielfalt.
Fischfangaktion im Nachbarbach.Im renaturierten Bereich neue Lebensräume für selten
gewordene Tiere und Pflanzen geschaffen

Kerstin Profittlich und Andreas Frey sehen ihren ehrenamtlichen Einsatz als kleine Nachhilfe für den Polcher Bach, der sich im renaturierten Bereich innerhalb von nur einem Jahr ganz wunderbar entwickelt habe. Hier zeige sich: „Wenn Gewässer Raum bekommen, entsteht eine natürliche Eigendynamik, die neue Lebensräume auch für selten gewordene Tiere und Pflanzen schafft. Wir können gespannt sein, was noch alles passiert.“ Wie sich die eingesetzten Fische vermehrt haben, wird sich bei einer für nächstes Jahr geplanten Bestandskontrolle zeigen.

Die Verbandsgemeinde Maifeld kauft weiter Gewässerrandflächen
auf, um natürliche Rückzugsorte für unsere Bäche zu schaffen,
die gleichzeitig auch wichtiger Hochwasserschutz sind.

Interessenten melden sich unter Telefon 02654/9402-335
 oder E-Mail:



 
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