Bachrenaturierung ist Hochwasserschutz: Verbandsgemeinde kauft Uferrandflächen

Schon seit über zehn Jahren kümmert sich die Verbandsgemeinde Maifeld um die Bachrenaturierung. Zahlreiche Gewässer dritter Ordnung haben dadurch in verschiedenen Abschnitten ihr natürliches Bett zurückbekommen und können wieder frei fließen. Im Herbst sollen die Arbeiten an einem kleinen Seitenarm des Roten Erdbachs bei Münstermaifeld beginnen. Jetzt kam der Förderbescheid des Landes Rheinland-Pfalz.

 

Diese Halbschalen wurden in der Gemarkung Gierschnach schon entfernt.Von Münstermaifeld aus läuft der Rote Erdbach durch die Gemarkung Gierschnach nach Küttig, wo er Rauschebach heißt, und mündet in der Gemarkung Rüber in den Nothbach. Zwischen Münstermaifeld und Küttig kreuzt ein nahe des Kalcherhofs entsprungener namensloser Quellbach die Landesstraße 112 und endet im Roten Erdbach. Jetzt sollen die in den 60er Jahren eingebauten Betonhalbschalen und Querbauwerke entfernt werden. Als Projektkosten sind 150.000 Euro veranschlagt. 90 Prozent davon, stolze 135.000 Euro, übernimmt das Land im Rahmen der Aktion Blau plus. 

„Das ist nur eine kleine Maßnahme, aber in Ergänzung zu anderen Abschnitten des Roten Erdbachs kommt etwas Größeres heraus,“ sagt Sachbearbeiterin Petra Hermes und erinnert an vorangegangene Renaturierungsmaßnahmen am Münstermaifelder Bur und dem Gewässerabschnitt in Gierschnach. Sie kann sich gut vorstellen, dass der Bach künftig vor Küttig einen natürlichen Retentionsraum bekommt, wo überlaufende Wassermengen sich unschädlich ausbreiten und teilweise im Erdreich versickern können.

Dafür werden dringend angrenzende Flächen gesucht. Dort wie im gesamten Maifeld kauft die Verbandsgemeinde Uferrandflächen auf, um Starkregen vor den Ortslagen aufzufangen und dem Wasserkreislauf zurückzugeben. „Jede Bachrenaturierung bedeutet automatisch Hochwasserschutz“, betont Bürgermeister Maximilian Mumm, dem Renaturierungsmaßnahmen ein Herzensanliegen sind. „Angesichts der Wasserknappheit auch in unserer Region gewinnen diese Projekte noch zusätzliche Bedeutung“, deshalb verspricht Bürgermeister Maximilian Mumm: „Wir machen Schritt für Schritt weiter.“

Grundstückseigentümer, die bereit sind, Uferflächen zu verkaufen, melden sich bitte bei Petra Hermes, Telefon 02654/9402-335, E-Mail


 
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