Brief des Bürgermeisters zum Coronavirus

Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

seit Tagen beherrscht das Coronavirus unsere Nachrichten und unser Leben. Es ist etwas, das wir nicht kennen und das uns Angst macht. Angst ist etwas Natürliches und bewahrt uns davor, dass wir leichtsinnig werden. Daher werden tagtäglich Handlungsempfehlungen herausgegeben, die eine Ausbreitung des Virus in großem Ausmaß eindämmen sollen. Diese gipfeln in der Aussage, dass wir unser Leben einschränken müssen und unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren.

 

Das ist mehr als ungewöhnlich und es ist mehr als verständlich, dass Menschen dann auch Panik bekommen. Wie aber gehen wir mit dieser Panik um?

Dazu ist es wichtig zu wissen, über was wir reden und uns mit Ruhe und Übersicht mit den Fakten beschäftigen:

Das Coronavirus verursacht offenbar ganz unterschiedlich starke Beschwerden. Von einer harmlosen Erkältung und einem Infekt der oberen Luftwege bis hin zu den typischen Anzeichen einer viralen Lungenentzündung – Fieber mit Husten, Kurzatmigkeit und Atemschwierigkeiten, Muskelschmerzen und Müdigkeit. Seltener sind Kopfschmerzen oder Auswurf. 

Mittlerweile ist klar: Bei uns hat ein Großteil der Erkrankten (etwa 80 Prozent) lediglich milde Erkältungssymptome – oder gar keine. Bei 20 Prozent aber verläuft die Krankheit schwer. Die besondere Risikogruppe sind ältere Patienten und Menschen mit Vorerkrankungen. So hatte ein großer Teil der Verstorbenen bereits ein angeschlagenes Immunsystem oder war sehr alt. Aber derzeit ist auch noch unklar, wie gefährlich das Virus ist. 

Die Verhaltensweise der Menschen ist ebenso unterschiedlich im Umgang mit dem Virus. Besonders die Hamsterkäufe fallen ins Auge. Aber auch dazu gibt es Aussagen, die man einfach auch mal auf sich wirken lassen sollte:

Virologe Prof. Christian Drosten von der Berliner Charite hat dazu eine klare Meinung: „Natürlich kann man jetzt noch einkaufen gehen in den Supermarkt. Und natürlich ist es der komplette Unsinn, sich mit irgendwas einzudecken, das nicht verderblich ist“, erklärt er. Einen Bann auf Lebensmittellieferungen oder Geschäfte gebe es nicht, man könne alles so handhaben wie vorher. Es gebe gar keinen Grund für Hamsterkäufe. (Zitat vom 15.03.2020, Focus Online)

Auch wir alle in der Verbandsgemeinde Maifeld können unseren Teil dazu tun, verantwortungsvoll mit uns, mit unseren Mitmenschen und vor allem mit den genannten Risikogruppen umzugehen. Daher haben wir unmittelbar am Freitagnachmittag einen Notfallplan für die Notgruppen für unsere Kinder erstellt, der ab Montag, 16.03.2020 gilt. 

Eine von mir bekannt gegebene Schließung unserer Verwaltung gehört ebenso zu einem verantwortungsvollen Handeln und hat mit Panikmache überhaupt nichts zu tun. Aber wir alle müssen uns klarmachen, dass wir momentan nicht so leben können, wie wir es gewohnt sind. Meine öffentliche Bekanntmachung dient dazu, dass jedem klar wird, dass er nicht nur einen Virus in die Verwaltung tragen könnte, sondern dieser auch aus der Verwaltung herausgetragen werden könnte. 

Es geht also nicht um Abschottung, sondern mit dieser durchaus konsequenten Maßnahme muss sich jeder auch mal fragen, wie wichtig ist eigentlich mein Anliegen und kann ich das nicht auch per Mail oder Telefon erledigen. Wenn wir alle mal in Ruhe überlegen, dass es momentan das Wichtigste ist, dass wir uns so wenig wie möglich persönlich miteinander beschäftigen und diese Verantwortung, die uns alle trifft, auch konsequent ernst nehmen, werden wir auch erfolgreich diesen Virus eindämmen können. 


Ihr Maximilian Mumm, Bürgermeister

 
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