Diamantene Hochzeit: Viel Bewegung hält Jubilare jung

Seit 60 Jahren verheiratet.

Im Kreise ihrer großen Familie, zu der drei Kinder und Schwiegerkinder, sechs Enkel und drei (demnächst vier) Urenkel gehören, mit Nachbarn und Freunden feierten Birgitta und Paul Nobbe aus Welling jetzt ihre Diamantene Hochzeit. Auch die Beigeordneten Rudi Zenz und Franz Schmitz sowie Ortsbürgermeister Manfred Gerner gratulierten und überbrachten neben persönlichen auch Glückwünsche des Landkreises Mayen-Koblenz, der Verbandsgemeinde Maifeld und der Ortsgemeinde Welling.

 

Diamantene Hochzeit der Eheleute Nobbe. Auch die Beigeordneten Rudi Zenz (Landkreis Mayen-Koblenz) und Franz Schmitz (Verbandsgemeinde Maifeld) sowie Ortsbürgermeister Manfred Gerner gratulierten.Der dreifache Ingenieur aus Hamburg und die Kindergärtnerin und -krankenschwester aus Malmö haben sich in Schweden kennengerlernt und dort vor genau 60 Jahren, am 28. März 1959, geheiratet. Siebenmal zog die junge Familie berufsbedingt um, lebte zeitweise auch in der Schweiz und in Schweden, bis die sie sich 1971 in Welling ein Haus kaufte und dort endgültig niederließ. Seitdem sind die Nobbes auf dem Maifeld zu Hause und in die Dorfgemeinschaft integriert.
Besonders die Jubilarin ist immer dabei, wenn in Welling etwas los ist. Seit über 40 Jahren gehört sie dem TV Welling an, wo sie auch mit 82 Jahren noch jeden Montag turnt. Ebenso lange macht sie bei den Möhnen mit und war sogar schon Obermöhn. Viele Jahre kegelte sie mit den „Lustigen Neunen“. Jetzt ist der Damenclub auf sechs Mitglieder geschrumpft, trifft sich aber nach wie vor dienstagabends zum Plaudern und Spielen. Außerdem liest und rätselt die gebürtige Schwedin gerne und hält auch mit über 80 noch Haus und Garten in Ordnung.
Die schwere Arbeit im Garten erledigt ihr Mann Paul, der im Januar 94 wurde. Paul Nobbe ist auch in diesem fortgeschrittenen Alter noch täglich in Bewegung, hält sich im eigenen Sportstudio im Keller mit Ausdauer- und Krafttraining fit. Für den TuS Mayen fährt er regelmäßig zu Wettbewerben im Kugelstoßen, Diskus-, Hammer- und Speerwerfen. Vielfach gewann er Welt-, Europa- und Deutsche Meister-Titel. Eigentlich wäre er auch dieses Jahr wieder zu den Weltmeisterschaften nach Polen gefahren, musste aber wegen seiner Diamantenen Hochzeit absagen.
Die Eheleute sind immer gerne gereist - Hunderte von Alben sind mit den Fotos des Jubilars gefüllt -, genießen es aber auch, mit einem Glas Wein und der Zeitung auf der heimischen Terrasse zu sitzen. Mit ihrer auf dem Maifeld und im Großraum Koblenz lebenden Familie haben Birgitta und Paul Nobbe ein enges Verhältnis. Gerne bestellen die Enkel bestimmte Gerichte bei der Oma, die wie in Schweden üblich viel Fisch kocht. Überhaupt ist die ganze Familie dem Land Schweden sehr verbunden. So verbringen alle gerne Urlaub in dem dortigen Sommerhaus. Auch schwedische Bräuche und Kochrezepte hat Birgitta Nobbe weitergegeben. So trifft sich Heiligabend die ganze Familie und isst traditionell schwedisch: verschiedene Fischarten, Köttbullar, gebratene Äpfel, Kassler mit süßem Senf und braunem Zucker, Rotkohl, gemischten Salat und als Nachtisch „Ris ala Malta“. In diesem Reisbrei mit Himbeer-Roter Grütze ist eine Mandel verborgen - wer die findet, hat einen Wunsch frei, der garantiert in Erfüllung geht.
„Natürlich merken wir unser Alter. Man wird schneller müde, Wehwehchen stellen sich ein, aber die werden einfach ignoriert“, sagt die Jubilarin und nennt ihr Rezept fürs Altwerden: viel Bewegung, frische Luft, gutes Essen und ab und an ein Glas Wein.

 
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