Handy am Steuer kommt teuer: Bußgeld, ein bis zwei Punkte und eventuell Fahrverbot

Am Steuer gilt Finger weg vom Handy

Es ist schnell passiert: Das Handy klingelt und mal eben drangegangen. Könnte ja wichtig sein und was soll auf der heimischen Strecke schon passieren... Doch Vorsicht. Der Straßenverkehr verlangt einen stets achtsamen Fahrer. Schon eine nur Sekunden währende Unaufmerksamkeit kann schlimme Folgen für sich und andere haben. Außerdem wird seit Inkrafttreten des neuen Bußgeldkatalogs härter bestraft, wer beim Autofahren telefoniert oder Tablet bzw. Navi benutzt.

 

Erst anhalten und den Motor abschalten, dann erst zum Handy greifen.Es wäre nicht das erste Mal, dass nach einem tödlichen Unfall im Fußraum des Wagens das Handy gefunden wird mit der SMS: „Bin gleich da.“ Die Nachricht war noch nicht abgeschickt, der Fahrer kam nie an. Klingt makaber, ist aber leider keine Seltenheit mehr. Immer wieder passieren Unfälle aus zunächst ungeklärter Ursache, die später auf den Gebrauch von elektronischen Geräten während der Fahrt zurückgeführt werden. Der Gesetzgeber hat aus diesen Erfahrungen die Konsequenzen gezogen und die Strafen deutlich erhöht.
Zum 19. Oktober vergangenen Jahres trat das das gerade an diese Problematik angepasste Gesetz in Kraft. Danach dürfen während des Fahrzeugführens keine Mobiltelefone, E-Books, Tablets, Videobrillen oder ähnliches genutzt werden, die mit der Hand zu bedienen sind. Auch das Schreiben von SMS oder E-Mails ist ausdrücklich untersagt. Das Fahrzeug muss stehen, der Motor vollständig abgeschaltet sein, ehe der Fahrer nach einem solchen Gerät greifen darf. Einzige Ausnahme: Freisprechanlagen per Sprachsteuerung.
Die Strafen können sich sehen lassen: 100 Euro Bußgeld und ein Punkt kostet das Handy am Steuer. Kommt eine Gefährdung oder gar Sachbeschädigung dazu, sind es 150 bzw. 200 €, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Wer sein Smartphone auf dem Fahrrad nutzt, zahlt 55 € Bußgeld. Mit Blick auf die närrischen Tage ist eine weitere Gesetzesänderung interessant: Wer verhüllt am Lenkrad sitzt, sei es mit Schleier, Haube oder Maske, muss mit 60 € Strafe rechnen.