Herkulesstaude: Riese ist schaurig schön, aber gefährlich

Gefährlicher Riese

Sie sieht schaurig schön aus. Riesengroß und mit ausladender Dolde war die Herkulesstaude früher besonders bei Hobbygärtnern Sund Imkern sehr beliebt. Doch der Riesenbärenklau,wie er auch genannt wird, ist giftig. Seit Jahren breitet sich der Einwanderer aus dem Kaukasus auch in unserer Region weiter aus und verdrängt einheimische Pflanzen. Der über drei Meter hohe Pflanzengigant mag besonders gerne Bach- und Flussufer, ist aber inzwischen auch in Wald und Feld zu finden. Wenn er nicht frühzeitig bekämpft wird, vermehrt er sich extrem schnell.

 

HerkulesstaudeMähen reicht nicht - Wurzelstock ausgraben

Der Riesenbärenklau wird über drei Meter hoch. Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz warnt vor der giftigen Pflanze und appelliert an Grundstückseigentümer sie frühzeitig zu beseitigen. Wirksamstes Bekämpfungsmittel ist das Ausgraben des Wurzelstocks durch Abstechen der Wurzel in etwa 15 Zentimeter Bodentiefe. Das Ausgraben ist vor allem bei kleineren Beständen die sicherste Methode und kann auch während der Vegetationsperiode von jedem vorgenommen werden. Wiederholtes Mähen führt nicht zum Absterben der Pflanzen. Je kleiner die Pflanzen sind, desto einfacher lassen sie sich ausgraben und desto geringer ist die Gefahr des Hautkontaktes.

Blüten und Samenstände verbrennen

Blüht die Herkulesstaude bereits, dann sollten die Blüten und Samenstände abgeschnitten werden, ohne dass der Samen auf den Boden fällt und neu austreibt. Am besten werden die Pflanzenteile anschließend verbrannt. Auf keinen Fall dürfen die Samenstände auf der Fläche kompostiert, auf den Kompost oder in die Biotonne geworfen oder einfach liegen gelassen werden. Die Abgabe bei den Astsammelplätzen ist ebenfalls unzulässig. Bei Arbeiten am Riesenbärenklau ist Schutzkleidung zu tragen: Handschuhe, Schutzbrille, langärmelige Kleidung, Gummistiefel. Für die Bekämpfung ist jeder Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. Wichtig: Kinder sollten von den Standorten unbedingt ferngehalten werden. Denn die Pflanze ist giftig und gefährlich. Hautkontakt kann zu allergischen Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen und Verbrennungen führen.

Hinweise zur Entsorgung gibt es am Umwelttelefon der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz unter der Telefonnummer 0261/108-317 oder -441.


 
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