Judith Ohligschläger: Mit 95 Jahren noch eine Karnevalssitzung besucht

Judith Ohligschläger wurde 95 Jahre alt.

Bei recht guter körperlicher und geistiger Gesundheit feierte Judith Ohligschläger aus Ochtendung jetzt ihren 95. Geburtstag im Kreise ihrer Familie und Freunde. Zu den ersten Gratulanten zählten ihre drei Kinder mit Familien, fünf Enkel und zwei Urenkel. Für die Verbandsgemeinde Maifeld überbrachte Beigeordneter Franz Schmitz herzliche Grüße, für die Ortsgemeinde gratulierte Ortsbürgermeisterin Rita Hirsch.

 

Judith Ohligschläger feierte im Kreise ihrer Familie und Freunde ihren 95. Geburtstag. Auch Verbandsgemeinde-Beigeordneter Franz Schmitz (Bildmitte hinten) und Ortsbürgermeisterin Rita Hirsch (2. von rechts) gratulierten. In Düsseldorf geboren und in Trier aufgewachsen, kam Judith Ohligschläger der Liebe wegen aufs Maifeld. Sie verbrachte ihre Ferien bei der Cousine in Ochtendung und lernte dort ihren späteren Mann Heinz kennen. Gegen Ende des Krieges heirateten sie am Morgen des 07. März 1945 auf dem Standesamt in Polch - nachmittags wurde der Bräutigam von den Amerikanern verhaftet. Erst gut drei Jahre später kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft heim und lernte seinen inzwischen bald dreijährigen Sohn kennen.
Judith Ohligschläger war während des Krieges als DRK-Schwester im Einsatz und arbeitete später bis zur Schließung der Einrichtung auch ein knappes Jahr als Pflegekraft im damaligen Ochtendunger Krankenhaus. Sie machte gerne Handarbeit, spielte Tennis und kegelte. Besonders aktiv aber war sie im Ochtendunger Karneval: als Vorsitzende und Obermöhn des Möhnenvereins und 1971 auch als Fastnachtsprinzessin Judith I.
Noch im stolzen Alter von fast 95 besuchte die Witwe, die im Seniorenheim St. Martin in Ochtendung wohnt, kürzlich eine Karnevalssitzung und verfolgte dort mit Begeisterung den Auftritt ihres Urenkels. Überhaupt ist die Jubilarin in verhältnismäßig guter Verfassung und geht bei schönem Wetter auch gerne mit Hilfe ihres Rollators ein Stück spazieren. Sie nimmt Anteil am Zeitgeschehen und freut sich über die zahlreichen Besuche ihrer Familienangehörigen.