Mit Freude dabei: Das Maifeld bewegt sich

Dörfer in Bewegung

Das kann ich nicht, dafür bin ich zu alt. Meine Gelenke sind steif. Die Knochen tun mir weh… Es gibt viele vermeintliche Gründe, zu Hause zu sitzen und nicht aktiv zu werden. „Bewegung in die Dörfer“ will solche Einwände ausräumen. Hier kann jeder im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten mitmachen. Das innovative Gesundheitsprojekt im Landkreis Mayen-Koblenz soll besonders älteren Menschen Spaß an der Bewegung und am Zusammensein mit anderen vermitteln. Mit dem Ziel, Körper wie Geist gesund zu halten und der Vereinsamung vorzubeugen. Das Maifeld ist dabei und bewegt sich.

 

Bewegung in Gappenach.In Gappenach, Mertloch, Rüber und Kalt gibt es schon regelmäßige Angebote. In Pillig und Wierschem werden sie folgen, die ehrenamtlichen „Bewegungsbegleiter“ sind bereits geschult. Aber auch Lonnig und Trimbs wollen mitmachen. „Auf dem Maifeld tut sich ganz viel“ freut sich Initiatorin Lea Bales von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und berichtet von teilweise kleinen Anfängen mit nur zwei oder drei Teilnehmern, deren Anzahl dann auf fünf, zehn, 20 oder sogar noch mehr wuchs. Immer gilt: „Jeder einzelne ältere Mensch, der vorher allein zu Hause gesessen hat und jetzt in die Bewegungsgruppe geht, ist ein Gewinn.“
Wenn man älter wird, fallen so manche Alltagsbewegungen wie Gehen, Bücken, Tragen und Heben immer schwerer. Die Vergesslichkeit und die Suche nach verlegten Sachen nehmen zu. „Das ist ganz normal, aber mit etwas Bewegung und spielerischen Gedächtnisübungen kann man dem Älterwerden ein Schnippchen schlagen“, sagt auch Marc Battenfeld, der bei der Verbandsgemeinde Maifeld für das Projekt zuständig ist, das auch Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen in Gang bringen will.
Größte Herausforderung dabei ist die Motivation der möglichen Teilnehmer. Sind sie erst einmal dabei, erfahren sie die Freude an den leichten Übungen, kleinen Koordinations-, Kraft- und Ausdauerspielen, am gemeinsamen Singen oder auch dem Erinnern alter Sprichwörter. Besonders, wenn sie erkennten, was sie alles doch noch können. Kleine Glücksmomente für die Betroffenen, aber auch für die Bewegungsbegleiter.
Alle, die sich vorstellen können, das Projekt als Bewegungsbegleiter zu unterstützen, sind herzlich willkommen. Sie melden sich bei ihrer Gemeinde oder direkt bei Lea Bales, Telefon 0261/108-275, E-Mail: .

 
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