Premiere: „Doppelreihen-Abstand“ auf dem Feld lässt Lerchen mehr Platz zum Brüten

Die Feldlerche, Vogel des Jahres 1998 und 2019.

Nach 1998 wurde die Feldlerche 2019 zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres gewählt. Der Bestand dieses Singvogels mit der tollen Stimme ist gefährdet. Als eine Hilfsmaßnahme zur Unterstützung der bedrohten „Alauda arvensis“, so der lateinische Name, gilt das Einsäen von Sommergetreidefeldern im sogenannten „Doppelreihen-Abstand“. Mit 25 statt 12,5 Zentimetern zwischen den Reihen soll den bedrohten Bodenbrütern mehr Platz für ihre Nester gelassen werden. Das erste so eingesäte Feld stellte Landwirt Franz Gilles aus Gappenach jetzt Bürgermeister Maximilian Mumm vor.

 

Landwirt Franz Gilles legt den Zollstock an und beweist: Der Abstand zwischen zwei Reihen beträgt 25 statt der üblichen 12,5 Zentimeter. Nach einer Traktortour über holprige Wege kamen die beiden an der ca. 0,8 Hektar großen Parzelle nahe Polch in der Gemarkung Mertloch an. Nur bei genauem Hinsehen erkennt der Laie den Unterschied zu den dichter bebauten Nachbarfeldern.

Das 0,8 Hektar große Feld ist das erste in „Doppelreihen-Abstand“ bebaute auf dem Maifeld. Zwischen dem Sommergetreide finden die Feldlerchen Platz zum Brüten.Der von Franz Gilles angelegte Zollstock aber beweist den „Doppelreihen-Abstand“. Bürgermeister Maximilian Mumm freut sich über diese neue Initiative zum Schutz der gefiederten Gesangskünstler, die ihre Nester versteckt am Boden bauen, und verspricht, dass weitere so bebaute Felder auf dem Maifeld folgen werden. Ernteausfälle erstattet die Verbandsgemeinde den betroffenen Landwirten.

 
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