Resolution verabschiedet: Seniorenbeirat spricht sich gegen Gewalt aus

Nach der schönen Geschichte von der Weihnachtsglocke durfte sich jeder ein Glöckchen nehmen.

Der Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Maifeld wehrt sich gegen Gewalt von rechts und links. In seiner jüngsten Sitzung hat das Gremium einstimmig eine entsprechende Resolution verabschiedet. „Es gibt viel zu verteidigen“, heißt es darin. „Deshalb unterstützen wir alle demokratischen Bestrebungen für eine gerechte und gewaltfreie Gesellschaft. Für einen respektvollen und menschenfreundlichen Umgang miteinander, gegen Hass, Willkür und Diskriminierung.“

 

Gemeinsames Singen mit dem Weihnachtsmann alias Jürgen Stange.Mindestens ein Beiratsmitglied hat die Nazizeit als Kind noch miterlebt und erinnert sich an Diskussionen seiner Eltern darüber, dass Tendenzen in der Anfangszeit verharmlost und die Gewalt heruntergespielt worden war. Dies soll nicht noch einmal passieren. Deshalb mahnen alle Männer und Frauen im Seniorenbeirat, den Anfängen zu wehren: „Wir wollen diesmal für unsere Demokratie kämpfen bevor es zu spät ist.“
Als erste Nachkriegsgeneration in einer demokratischen und freiheitlichen Gesellschaft aufgewachsen, sind sie stolz „auf ein Grundgesetz, das Rechtssicherheit mit Humanität verbindet, und eine leistungsfähige Gesellschaft, die immer mehr auch die Umwelt und den arbeitenden Menschen im Blick hat“. Dies gelte es zu bewahren und vor schlechten Einflüssen – von rechts ebenso wie von links - zu schützen.
Als Veranstaltungen fürs kommende Jahr beschloss der Beirat den Besuch eines Musterhauses für seniorengerechtes Wohnen in Mülheim-Kärlich, ein Seminar zur Erlangung des Rollatorführerscheins sowie Infonachmittage zu den Themen Barrierefreiheit und Pflegestärkungsgesetz III.
Vorgezogene Bescherung.Auch der Sachstand zum Maifelder Seniorentaxi stand auf der Tagesordnung. 6000 bis 7000 Nutzer nahmen das von montags bis samstags von 8 bis 18 Uhr geltende Angebot in diesem Jahr wahr. Auf Anregung des Vorsitzenden Dieter Müller sprach sich der Seniorenbeirat für eine Erweiterung der Nutzungszeiten auf samstags bis 23 Uhr und sonntags aus. „Wir wollen unsere 25.000 Einwohner behalten. Keiner soll einen Grund haben, wegzugehen“, meinte Bürgermeister Maximilian Mumm. „Gerade in ländlich strukturierten Gebieten wie unserer Verbandsgemeinde ist es wichtig, allen Menschen diese Lebensmöglichkeiten offen zu halten.“
Beim abschließenden gemeinsamen weihnachtlichen Kaffeetrinken zum Jahresende ging es besinnlich zu. Anita Moskopp, die auch vom Kreisseniorenbeirat berichtet hatte, las „Die Weihnachtsglocke“. Von einem armen russischen Bauern auf seinem Feld entdeckt, brachte sie Glück und Freude, wenn sie läutete. Als sie mutwillig zerstört wurde, läuteten fortan aus den Scherben gewachsene viele Tausend kleine Glöckchen sich in die Herzen der Menschen. Passend dazu hatte Anita Moskopp für jeden ein Glöckchen mitgebracht.
Jürgen Stange erschien als gleichzeitig Gitarre und Mundharmonika spielender Weihnachtsmann mit Süßigkeiten und las die Geschichte von der Vertonung der Europahymne. Dabei zitierte er Passagen aus dem Tagebuch des im Alter unglücklichen und tauben Komponisten Ludwig van Beethoven, den der Anblick einer um den Weihnachtsbaum versammelten Familie zur 9. Symphonie inspirierte. Als „Ode an die Freude“ ging sie in die Geschichte ein. Und alle zusammen sangen neben anderen Weihnachtsliedern auch „Freude, schöner Götterfunken“.

 
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