„Land unter“ nach Starkregen: Fast alle Ortslagen sind gefährdet

Treibgut im Hochwasser

Starkregen, Stürme, Hitzewellen: Laut Experten vom Deutschen Wetterdienst müssen wir künftig mit mehr Extremwetter rechnen. Wenn es schüttet wie aus Eimern, fallen schnell ganze Sturzbäche in die Ortschaften ein und bescheren Straßen und manchmal auch Kellern „Land unter“. Für welche Kommunen besteht ein besonderes Risiko? Die jetzt vorgelegte Gefahrenkarte des Landes gibt Auskunft und sorgt für Erschrecken: Demnach ist bis auf wenige Ausnahmen die gesamte Verbandsgemeinde Maifeld stark gefährdet von Hochwasser nach Starkregen.

 

Überschwemmte Kirchstraße in der Ortsgemeinde Kalt nach Starkregen im Juni.Land legt „Sturzflutgefahr-Karte“ vor
Wenn in einer Stunde 15 bis 25 Liter Wasser pro Quadratmeter fallen oder Wolkenbrüche in sechs Stunden für 20 bis 35 Liter je Quadratmeter sorgen, sprechen die Wetterexperten von Starkregen, bei mehr sogar von Unwetter. Diese Fluten kommen auf Feldern und Wiesen, Straßen und Hausdächern zusammen. Was nicht im Boden versickert, vereint sich zu Hochwasser. „Wir haben in der Vergangenheit unsere Gewässer und Landschaften vielfältig verändert und damit in den natürlichen Wasserhaushalt eingegriffen. Daraus resultiert ein ´hausgemachter Anteil´ am Hochwasser“, heißt es im jetzt vorgelegten Starkregenmodul des Landes Rheinland-Pfalz, welches das bereits bestehende Informationspaket zur Hochwasservorsorge u. a. um die „Sturzflutgefahr-Karte“ ergänzt. Hier finden Sie die Karte.
Bürger sollen über ihre Erfahrungen mit Hochwasser berichten
Diesen Anteil gilt es möglichst wieder rückgängig zu machen. Daran arbeitet die Verbandsgemeinde Maifeld u. a. mit den Bachrenaturierungen. Außerdem plant sie ein eigenes Hochwasservorsorgekonzept. Das soll auf Basis der Gefährdungsanalyse des Landes und der Erfahrungen unserer Bürgerinnen und Bürger erarbeitet werden. Alle Maifelder, die in der Vergangenheit von Hochwasser betroffen waren, sind aufgerufen, sich bei uns zu melden. So soll möglichst genau erfasst werden, welche unserer Ortschaften besonderer Hochwasser-Bedrohung ausgesetzt sind und was dagegen unternommen werden kann.

 
Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Einverstanden