Vorbauen für den Notfall: VG Maifeld erarbeitet ein Hochwasservorsorgekonzept

Hochwasser und Starkregen lassen sich nicht verhindern. Einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht. Allerdings können wir uns auf solche Ereignisse vorbereiten, um die Schäden möglichst gering zu halten. Deshalb hat der Verbandsgemeinderat Maifeld ein Hochwasservorsorgekonzept beschlossen. Darin sollen nicht nur die stärksten Gefährdungspotentiale festgehalten werden, sondern auch, was im öffentlichen wie privaten Bereich zu tun ist.

 

Hochwasser in Metternich nach dem Unwetter im Mai 2016.Unsere Freiwilligen Feuerwehren waren schon oft mit den Folgen von Wetterkapriolen konfrontiert. Mit Schmutzwasserpumpen sind sie bestens ausgerüstet auch für den Kampf gegen überschwemmte Keller. Privatleute verhindern ein Überlaufen der Kanäle durch die gesetzlich vorgeschriebenen Rückstauklappen. Aber auch nicht zu tief gelegene Hauseingänge und ein Ableiten des Regenwassers in den eigenen Garten können helfen.
„Generell ist hochwasserangepasstes Planen, Bauen und Sanieren wichtig“, sagt Petra Hermes, bei der Verbandsgemeinde Maifeld zuständig für die Hochwasservorsorge. Das gilt für den privaten wie öffentlichen Bereich. Dazu gehört auch die seit Jahren von der Verbandsgemeinde Maifeld betriebene Bachrenaturierung. Die Gewässer benötigen außerhalb der Ortslagen angrenzende Flächen als so genannten Retentionsraum, um z. B. Starkregen zurück zu halten. Auch deshalb kauft die Verbandsgemeinde Maifeld, wo immer möglich, Gewässerrandstreifen auf und bepflanzt sie. Wald gilt als größter Wasserspeicher. Wo Bäume und Sträucher stehen, werden auch Regenströme in der Erde festgehalten und schießen nicht als gefährliche Fluten über den Boden. Dabei kann die Landwirtschaft mit einer entsprechenden Bewirtschaftung abflussgefährdeter Flächen mithelfen.
Im Auftrag des Landesumweltministeriums wird derzeit eine Gefahrenkarte für ganz Rheinland-Pfalz erstellt. Anhand dieser Bestandsaufnahme kann die Verbandsgemeinde Maifeld dann die größten Gefährdungspotentiale orten und Schutzmaßnahmen ebenso wie einen möglichen Einsatzplan ausarbeiten. Bürgermeister Maximilian Mumm: „Wenn wir uns auch nicht gänzlich schützen können, so wollen wir wenigstens verbandsgemeindeweit vorsorgen.“

 
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