Wehrleiter: Alarmierungsgemeinschaften sind für den Brandschutz zwingend nötig

Feuerwehrübung

„Wir können die Aufgabe, die uns per Landesgesetz über den Brandschutz auferlegt ist, in Zukunft nur gemeinsam bewältigen. Gerade tagsüber, wenn Einsatzkräfte in den einzelnen Einheiten nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, muss über sogenannte Alarmierungsgemeinschaften der Brandschutz gesichert werden.“ Das stellte Wehrleiter Martin Wolff bei der jüngsten Gemeinschaftsübung verschiedener Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Maifeld klar.

 

Feuerwehrübung in Polch.Die Feuerwehren Münstermaifeld, Ochtendung, Polch, Rüber, Trimbs und Welling waren zu einer groß angelegten Übung auf dem Werksgelände der Firma Griesson de Beukelar in Polch alarmiert worden. An vier verschiedenen Szenarien konnten die Wehren den anwesenden Vertretern von Politik, Verwaltung und der Firma Griesson de Beukelar ihr Können präsentieren. Bei zwei Brandeinsätzen mussten Personen mittels schweren Atemschutzes und einer Drehleiter aus Gebäuden gerettet werden. Die Polcher Wehr wurde zu einem Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen alarmiert. An der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass ein Pkw unter einen Lkw-Anhänger gefahren war und die zwei Insassen in ihrem Fahrzeug eingeklemmt waren. Hier galt es, die Personen patientengerecht mit Hilfe hydraulischer Rettungsgeräte aus dem Wagen zu befreien und dem Rettungsdienst zu übergeben.
Mit schwerem Atemschutz im Einsatz.Die Ochtendunger Wehr wurde zu einem Gefahrgutunfall alarmiert: Beim Beladen eines Lastwagens war es zu einem Unfall gekommen und ein Mitarbeiter von einem giftigen Stoff verletzt worden. Er musste aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Für die Bergung des leckgeschlagenen Gefahrguts wurden Kräfte der Gefahrstoffgruppe West nachalarmiert. Unter spezieller Schutzkleidung, sogenannten Chemikalienschutzanzügen, konnte mit spezieller Ausrüstung das weitere Auslaufen des Gefahrstoffes gestoppt werden.
Die Einsätze mussten koordiniert werden.Koordiniert wurde der Einsatz vom Führungsdienst der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Maifeld aus dem im Jahr 2017 in Dienst gestellten Einsatzleitwagen. Hier hieß es, alle ankommenden Informationen für die Einsatzleiter zusammenfassen und Führungsunterstützung leisten.
In der anschließenden Manöverkritik im Feuerwehrgerätehaus Polch dankte Bürgermeister Maximilian Mumm als Chef der Freiwilligen Feuerwehr Maifeld den Übungsteilnehmern für die gezeigte Leistung: „Ich bin froh, dass wir im Maifeld eine solch leistungsfähige Wehr haben.“ Peter Gries von der Firma Griesson de Beukelar freute sich über die Bereitschaft, regelmäßig im Unternehmen zu üben: „Das ist für uns ein wichtiger Bestandteil zur Sicherung unseres Werks hier in Polch.“
Alle Beobachter zeigten sich beeindruckt von der reibungslosen Zusammenarbeit der verschiedenen Löschgruppen und -züge. Wehrleiter Martin Wolff zog eine positive Bilanz: „Die Übung ist gut gelaufen. Es läuft nicht immer alles ganz glatt, aber Übungen sind ja auch dazu da, daraus zu lernen!“
Generell gehören Übungen für die Feuerwehren zum Pflichtprogramm, so sieht es die Verordnung über den Brandschutz in Rheinland-Pfalz vor. Immer im Frühjahr oder Herbst eines Jahres nutzen die Maifelder Floriansjünger die Möglichkeit, gemeinsam ihre Leistungsfähigkeit zu präsentieren.