Wie bei den alten Maifelder Kelten: Erlebnistag zur Wiederholung empfohlen

Ein schmackhaftes Linsengericht.

„Die Welt der Kelten war echt beeindruckend“, befand eine Besucherin, lobte bei ihrem Eintrag ins Gästebuch der Tourist-Info Maifeld auch den „geschmacklich interessanten“ Zaubertrank und schrieb abschließend: „Zur Wiederholung dringend empfohlen“. Zusammen mit ihren Enkeln Lorenz und Josephine war sie unter den zahlreichen Gästen, die an Ostersonntag den Keltentag im Münstermaifelder Rosengarten erlebten.

 

Keltentag im Münstermaifelder Rosengarten: Den ganzen Tag über war was los.Christian Havenith aus Wassenach und Mildred Ruppert aus Sinzig zeigten in der Veranstaltung der Maifelder Tourist-Info, wie die alten Kelten auf dem Maifeld zwischen 550 vor und 200 nach Christus lebten, wie sie sich kleideten und was sie aßen. Geschichte zum Anfassen sozusagen. Dabei gab es auch jede Menge Kostproben für die Besucher:

Gedünsteter Giersch.Auf offenem Feuer gedünsteter Giersch, ein sehr gesundes, in fast jedem Garten anzutreffendes „Unkraut“, war ebenso dabei wie wohlschmeckende Keltenkringel und eine mit Äpfeln und lila Möhren verfeinerte, sehr schmackhafte Linsenspeise. Gewürzt mit Apfelwein und Salz, auf dessen Vorkommen noch heute viele Ortsnamen mit Hall erinnern.
AKostproben gab es gratis.uch andere schon vor 2000 Jahren beliebte Gewürze und Beeren präsentierten die Fachleute für keltische Lebensart den sehr interessierten Zuhörern aller Altersgruppen bei dem Projekt „Deprosagilos" (übersetzt Schmaus-Sucherlein): „Vieles ist heute als Superfood bekannt.“ Dabei trugen Havenith und Ruppert Kleidung wie die alten Kelten. Es handelte sich bei den von Fibeln zusammengehaltenen Tuniken nicht gerade um Schlankmacher. Je mehr Stoff desto wohlhabender war die Trägerin - so drapierte die Dame damals locker 12 bis 18 Meter Baumwolle oder Wolle um sich und markierte die Taille durch einen „Gürtel“ mit kunstvoller Schnalle.

Mildred Ruppert zeigt Schmuck und Gürtelschnalle der keltischen Dame.Das Wissen um das Leben anno dazumal stammt mangels schriftlicher Aufzeichnungen übrigens aus der Auswertung alter Abfall- und Kotgruben sowie von Gräbern, wie sie auch in Münstermaifeld gefunden wurden. Informationen dazu gab es im Archäologischen Museum Maifeld, das an Ostermontag freien Eintritt hatte.

 
Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Einverstanden