Wie unsere (Ur)Großeltern lebten: Ladenstraße der 50er Jahre nachgebaut

Eine Eisenwarenhandlung gehörte in vielen kleinen Städten dazu.

Münstermaifeld anno 1920 – 1960: In der Born-, Ober- und Untertorstraße sowie zum Marktplatz hin reiht sich ein Geschäftshaus an das andere. Die Münstermaifelder ebenso wie die Bürger der umliegenden Dörfer decken sich hier mit allem ein, was sie so brauchen. So gut wie niemand fährt nach Koblenz oder Mayen.

 

Aufgang zur Ladenstraße.Die Liebe zum Alten entdeckt
Jahrzehnte später haben sich die Zeiten geändert. Auch viele Stadthäuser direkt an der Straße werden ausschließlich zu Wohnzwecken genutzt. Das „alte Zeug“ von damals ist lange entsorgt - bis auf das, was Sammler gerettet haben. Willy Kirchesch gehört zu denjenigen, die frühzeitig ihre Liebe zum Alten entdeckten. Seit 40 Jahren ist er auf den Märkten unterwegs, um zusammenzutragen, was damals zum Alltag dazu gehörte. So entstand das Heimat- und Erlebnismuseum, das auch im 16. Jahre seines Bestehens immer noch ergänzt wird.
Damenmode aus den 50er Jahren.Tankstelle mit Zapfzäule geplant
In den Wintermonaten kam auf dem oberen Speicher noch eine kleine Ladenstraße dazu. Wer hier entlang schlendert, blickt durch original alte Schaufenster und Türen in ein Miederwarengeschäft mit Kurzwaren, eine Eisenwarenhandlung, die z. B. Bettflaschen anbietet, und ein Bekleidungshaus mit Fest- und Alltagskleidung aus den 50er Jahren. Darunter auch noch die Kittelschürze und der gute alte Petticoat. Bereits in dieser Saison sollen nebenan zusätzlich ein Kiosk mit dem Angebot der Nachkriegsjahre und eine Tankstelle mit Zapfsäule ihren Platz finden.
Deutschlands größtes Ladenmuseum
Damit hat Deutschlands größtes Ladenmuseum dann 20 historische Läden, gut 10 Handwerksbetriebe, Schulklasse, Kneipe, Arztpraxis, Apotheke, Reisebüro, Drogerie und vieles mehr. Besonders die zahlreichen Gäste aus Belgien und den Niederlanden zeigen sich stets total begeistert. Generell aber sind unter den Besuchern praktisch alle Nationalitäten und Altersgruppen vertreten und staunen über die Schätze aus lange vergangenen Zeiten. Beim anschließenden Kaffeetrinken im Café am Obertor (Seniorenheim) oder Löffel´s Landhaus werden dann noch Geschichten aus der guten alten Zeit ausgetauscht.
Öffnungszeiten von Ostern bis Ende Oktober 2018: Mittwoch bis Sonntag und feiertags:
14 bis 17 Uhr sowie für Gruppen ab 15 Personen nach telefonischer Vereinbarung unter 02605/3556.

 
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