Aus der Geschichte von Gappenach

Über die Geschichte von Gappenach liegen umfangreiche Forschungen vor. Der keltische Name (Gappiniacum) soll sich von dem Personennamen Gappius als Siedlung des Gappinius herleiten. Römische Villen und fränkische Gräber wurden mehrfach in der Gemarkung ans Tageslicht gehoben. Die erste Erwähnung datiert aus dem Jahre 1257, wo in “Gappenache” eine Schäferei vererbt wird. Anfang des 13. Jahrhunderts tritt ein dort ansässiges Rittergeschlecht (drei silberne Lilien als Wappen) in Erscheinung. In einer großen Zahl von Schenkungsurkunden findet sich der Name (Gapinacha, Gabnach, Gappnach, Gabbenach u.ä.) während des ganzen Mittelalters. Lange Jahrhunderte wird Gappenach als “kaiserfreies Reichsdorf” genannt, das zu keinem Hochgericht Schöffen (Heimburger) entsandte, da der Kaiser oberster Gerichtsherr war. Kaiser Ludwig der Bayer wies 1338 den Ort vorübergehend dem Grafen Heinrich von Virneburg zu.

Im erzstiftischen Feuerbuch von 1563 wird Gappenach - 22 Feuerstellen - ausdrücklich mit dem Zusatz “kaiserfrei” erwähnt. Erst nach 1589 kommt der Ort in kurtrierische Oberhoheit und zum Hochgericht Münstermaifeld. Im Jahre 1813 zählte man 49 Häuser und 268 Personen.

Die Kirche des Ortes, St. Maximin geweiht, wurde 1670 erbaut unter Einbeziehung älterer Teile, und eines romanischen Turmes. Der alte Altar, in der Kunstwissenschaft als “Gappenacher Altar“ bezeichnet, eine Schöpfung des moselländischen Renaissance-Bildhauers Johannes Gross, fand nach wechselvollem Schicksal 1957 in der Bantus-Kapelle im Bering des Bischöflichen Generalvikariats, Trier, Aufstellung.

In Gappenach bestand im Mittelalter eine nicht unbedeutende Glockengießerei, wo möglicherweise auch Gebrauchsgegenstände, Kannen und Maifelder Zinngeschirr, hergestellt wurden.

 
 
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