Aus der Geschichte von Gering

Im Jahre 1680 wohnten in Gering nur 11 Familien. Doch viel früher wird es bereits urkundlich erwähnt: 1257 als “Girreke” , 1279 als “Girniche”, 1320 als “Gyrneke”, später als “Jerrich”. über die vor-geschichtlichen Funde in der Gemarkung, beispielsweise aus der jüngeren Urnenfeldkultur, wurde bereits berichtet. Die alte Nikolauskapelle musste 1923 einem Neubau weichen, doch übernahm man den Hochaltar aus dem Spätrokoko. Auch einige barocke Statuen und zwei alte Glöckchen blieben der Gemeinde erhalten.

Unweit von Gering sieht man im Elztal die Ruine des ehemaligen Klosters Mädburg, so der Volksmund. Es handelt sich um eine Marienkapelle mit Benefizium und Eremitage nach einer Stiftung aus dem Jahre 1350. Ein weiteres Gebäude, das nahebei im Hang als Felsentales stand und dessen Grundmauern ebenfalls noch zu erkennen sind, soll der Ausbildung von Eremiten gedient haben. Der Papst erneuerte 1713 eine Ablassbulle zugunsten des Kirchleins, wo eine Magdalene-Reliquie verehrt wurde. Durch mehrere Jahrhunderte war es ein wichtiger Wallfahrtsort für die Umgebung. Der letzte Einsiedler, Georg Zano, verstarb 1797. Danach verfielen die Gebäude. Die Stiftungen, die die Säkularisation überdauerten, verwalten heute die Gemeinden Kehrig und Zettingen.

 
 
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